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Auch Frau Michalk hat Fernsehen geguckt und ist jetzt gegen Gewalt an Frauen

Maria Michalk (Pressefoto)

Unter dem Eindruck des ARD-Politikmagazins „Report Mainz“, das über den sexuellen Missbrauch an Behinderten in Heimen berichtete, erklärt die Behindertenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Michalk, dass auch sie das Thema nicht kalt lässt.

„Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion unterstützt den Schutz von Frauen und Mädchen mit Behinderungen. Die jüngsten Zahlen aus der Studie zur Lebenssituation von Frauen mit Behinderungen in Einrichtungen sind alarmierend. Wir dürfen die Augen anhand solcher Ergebnisse nicht verschließen.

Die repräsentative Studie zeigt auf, dass mehrere tausend Frauen in deutschen Behinderteneinrichtungen sexualisierte Gewalt erfahren haben. Auch sind sie häufiger physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt. Erschreckend ist, dass diese Gewalterfahrungen an Orten des Schutzes geschehen und sich die Frauen in besonderen Abhängigkeitsverhältnissen befinden. Der Zugang zu Hilfe und Unterstützung ist dadurch erschwert. Betroffene müssen die Möglichkeit besitzen, schnell und einfach an qualifizierte Hilfsangebote zu kommen. Die Verantwortung kann jedoch nicht allein auf die Betroffenen übertragen werden. Einrichtungen und Dienste müssen Verantwortung zeigen, Ausbildungs- und Fortbildungsangebote auf dieses Thema sensibilisiert werden.

Wir setzten uns nach wie vor für transparente Beratungs- und Kommunikationsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen ein. Gerade in Notsituationen müssen die Zugangsbarrieren zu Unterstützung und Hilfe so gering wie möglich gestaltet sein. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt daher ausdrücklich die Einrichtung des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ und die Etablierung von Frauenbeauftragten in Einrichtungen. Die schnellstmögliche Freischaltung des Hilfetelefons, das auch für Menschen mit Behinderungen nutzbar sein soll, unterstützen wir.“

Studie erscheint im April 2012

Die Studie „Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland“ wurde im Auftrag des Bundesfamilienministeriums von der Fakultät für Gesundheitswissenschaften und dem Interdisziplinären Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Bielefeld erstellt. Die Studie wird voraussichtlich im April 2012 vollständig veröffentlicht und gibt repräsentative Daten zur Lebenssituation von Frauen mit Behinderungen. Die Befragung umfasste insgesamt 1.561 Frauen.

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