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Auch wenn Sie Heuschnupfen haben: Für Doktorspielchen sind Sie doch zu alt

Bei Selbstbehandlung droht allergisches Asthma: Frei verkäufliche Antihistaminika aus der Apotheke gehen nur die Symptome, nicht aber die Ursachen an.

Vorsicht: Lästige Pollen... (Foto: Ich-und-Du/pixelio.de)

Vorsicht: Lästige Pollen… (Foto: Ich-und-Du/pixelio.de)

Menschen mit Symptomen einer Pollenallergie sollten sich nicht auf eigene Faust gegen Heuschnupfen behandeln. Mit frei verkäuflichen Antihistaminika aus der Apotheke würden nur die Symptome, nicht die Ursachen der Beschwerden angegangen.

Davor warnt Doris Hartwig-Bade vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte in Neumünster. Bei einer Selbstbehandlung könnten die Beschwerden chronisch werden und ein sogenannter Etagenwechsel auf die unteren Atemwege erfolgen.

Nur Hyposensibilisierung hilft

Das bedeutet, dass sich die Überempfindlichkeit gegen die Pollen auf andere Organe verlagert und so aus dem Heuschnupfen mit der Zeit ein allergisches Asthma wird. Laut Hartwig-Bade kann nur eine Immuntherapie (Hyposensibilisierung) dauerhaft Abhilfe schaffen.

Diese beginnen Patienten am besten im Herbst oder Winter, weil dann kaum Pollen fliegen. Nach drei Jahren konsequenter Behandlung seien die Aussichten recht gut, dass Betroffene fast keine Beschwerden mehr haben. Die Therapie wird von den Krankenkassen erstattet.

(dpa/tmn)


Gesundheit & Medizin
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