Schüler erfindet Brille gegen Rot-Grün-Schwäche

Aufgeschnappt: Kleinwüchsige Fahrradexpertin +++ Norddeutscher Käsepreis für Behinderteneinrichtung +++ Beleidigung im Internet +++ Wie ein querschnittsgelähmter Flüchtling anderen hilft


ROLLINGPLANET Aufgeschnappt

AUFGESCHNAPPT: Was aktuell sonst noch in der Welt passiert,
worüber ROLLINGPLANET nicht selbst oder an dieser Stelle nur kurz berichtet


Falscher Arzt lässt sich „kostenlos“ behandeln

Mit Einzelzimmer und Chefarztbehandlung: Im Klinikum St. Marien Amberg hat sich ein 64-jähriger Betrüger aus Stuttgart als Arzt ausgegeben und bei seinen „Kollegen“ eine „fürstliche“ Behandlung in Anspruch genommen. Auf den entstandenen Kosten blieb die Klinik sitzen. Allerdings wurde der Täter inzwischen ermittelt und in der Justizvollzugsanstalt in Stuttgart weggesperrt. Dort sei das Angebot an Wahlleistungen eher begrenzt, so die Amberger Polizei. Mittelbayerische

Schüler erfindet Brille gegen Rot-Grün-Schwäche

Silas Ostertun leidet seit seiner Geburt an einer Rot-Grün-Sehschwäche. Nun hat er mit Hilfe von Farbfolien eine Brille entwickelt, mit der sich diese Sehbehinderung ausgleichen lässt. NDR

Gesundheitsminister verteidigt Meditests an Demenzkranken

Geistig Behinderte und Demenzkranke könnten demnächst ungewollt zu Versuchskaninchen für die Pharmaindustrie werden. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) scheint jedenfalls fest entschlossen, seine Pläne zur Ausweitung von Medikamententests an Patienten, die nicht einwilligungsfähig sind, auch gegen die Kritik von Kirchen und Opposition durchzusetzen. Dazu will der Minister das Arzneimittelgesetz so ändern, dass künftig auch klinische Studien an Demenzkranken möglich sind, von denen die Probanden selber gar nicht profitieren. Tagesspiegel

Tödliche Kollision: Elektrorollstuhl von Auto erfasst

Bei dem Versuch eines 88-Jährigen, mit seinem Elektrorollstuhl die Straße zu überqueren, kam es in Kleinandelfingen im schweizerischen Kanton Zürich zum Zusammenstoß mit dem Wagen einer 21-jährigen Autofahrerin, der für den Rollstuhlfahrer tödlich endete. Durch die Kollision wurde der Rollstuhlfahrer auf die Straße geschleudert und verstarb noch am Unfallort. Südkurier

Paralympics: Veranstalter verschenken 500.000 Tickets

Offenbar haben die Veranstalter der bevorstehenden Paralympics in Rio massive Probleme, ihre Tickets loszuwerden. Bisher seien nur rund 720.000 der insgesamt 3,3 Millionen zur Verfügung stehenden Karten verkauft worden, erklärte Ticketing-Chef Donovan Ferreti kürzlich. Allein knapp 400.000 der Gratistickets sollen nun an Jugendliche mit guten schulischen Leistungen verteilt werden. Tiroler Tageszeitung

Kleinwüchsige Fahrradexpertin: Mattschwarz statt Babyblau

Bei Juliane Neuß hat Käpt’n Blaubär keine Chance: Die kleinwüchsige Spezialistin für mit Muskelkraft betriebene Zweiräder baut Fahrräder für Menschen mit Wachstumsstörungen, vorzugsweise in Mattschwarz, damit Kleinwüchsige nicht mit Kinderrädern durch die Gegend gurken müssen. Die 54-Jährige ist einer der wenigen Experten für derartige Spezialanfertigungen in Europa. Spiegel Online

Tod beim Zahnarzt: 18-Jähriger stirbt nach Vollnarkose

Offenbar weil er panische Angst vor einer Zahnbehandlung hatte, ließ sich ein 18-jähriger Patient in einer Zahnarztpraxis in Hamburg-Altona vor einer letztlich achtstündigen Behandlung eine Vollnarkose verpassen, aus der er nicht wieder aufwachte. Gegen den behandelnden Anästhesisten wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ob die Vollnarkose tatsächlich der Grund für den Tod des Patienten war, ist bisher jedoch unklar und soll im Rahmen einer angeordneten Obduktion untersucht werden. Bild

Was für ein Käse: Geistig Behinderte ausgezeichnet

Nachdem die Lüneburger Hochwald-Molkerei erst vor drei Monaten die Milch der Einrichtung für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung für ihre Spitzenqualität ausgezeichnet hat, erhielt der SOS-Hof Bockum jetzt auch den von der Slow Food Hamburg vergebenen norddeutschen Käsepreis. In der Käserei der hofeigenen Landwirtschaft stellen vier Männer und sechs Frauen neben Joghurt, Quark und Sahne erstklassigen Frisch-, Schnitt- und Hartkäse her. Landeszeitung.de

Behinderte Notdurft: Toilettenangebot am ZOB nur notdürftig

Fast ein Jahr ist es inzwischen her, dass der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) eröffnet wurde. Und noch immer ist dort keine behindertengerechte Toilette in Betrieb. Sehr zum Ärger von Birgit Kühner-Hornyai, die sich seit Anfang des Jahres als ehrenamtliche Inklusionsbeauftragte in Pforzheim für die Belange behinderter Menschen einsetzt. Pforzheimer Zeitung

„Tim lebt!“: Eine Abtreibung und 18 OP’s später

Er mag Klatschen, wenn es laut ist: Weil er das Down-Syndrom hatte, entschied sich die Mutter von Tim für eine Abtreibung im sechsten Monat. Doch Tim überlebte. Heute liebt der von Trisomie 21 betroffene junge Mann Frisbees, springt gerne auf dem Trampolin und lässt sich mit Vorliebe den Wind um die Ohren wehen. Zu seinem 18. Geburtstag haben ihm seine Pflegeeltern nun ein Buch gewidmet. Focus Online

Neue Lernapp für Gebärdensprache

Gehörlose Menschen verständigen sich mit Gebärden. Diese Fremdsprache zu lernen ist aber gar nicht mal so einfach. Das will ein Ehepaar aus dem Baselland jetzt ändern und hat dazu eine App für das Erlernen der Gebärdensprache entwickelt. telebasel

DIN oder Leitlinie – Ja was denn jetzt?

Das Ziel: 220 barrierefreie Haltestellen im Kreis Olpe. Dafür sollen bis zum Jahr 2022 7,7 Millionen Euro aufgewendet werden. Da sind 35.000 Euro pro Haltestelle. Doch nun stellt sich die Frage: DIN oder Leitlinie – Was gilt denn jetzt? Der Arbeitskreis Barrierefrei im Kreis Olpe ist irritiert. WAZ

Behinderter Lehrer ever

Beleidigung im Internet: Lehrer bringt Schülerin wegen Facebook-Eintrag vor Gericht. Das Foto hatte sie heimlich im Unterricht aufgenommen, „Behinderter Lehrer ever“, schrieb sie auf Facebook dazu: Wegen dieses Eintrags muss sich eine 14-Jährige nun vor Gericht verantworten. Spiegel Online

Libanon: Wie ein querschnittsgelähmter Flüchtling anderen hilft

Osama (34) und Meydan (39) haben das gleiche Schicksal: Raketeneinschläge veränderten das Leben der beiden syrischen Männer für immer. Osama hat immer noch Splitter in seinem Rücken. Er ist heute querschnittsgelähmt. Auf den ersten Blick hatte Meydan mehr Glück: Die Schrapnelle aus seinem Bein sind entfernt, er kann wieder laufen. Doch zwei seiner Brüder sind bei dem Angriff umgekommen. Als Meydan im Libanon ankam, waren Körper und Seele schwer verwundet. „Meine Familie hat alles verloren. Ich habe mich geschämt, dass meine Brüder gestorben sind, aber nicht ich. Osama hat mir damals viel geholfen“. Westfälische Nachrichten

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