„Aufklärung über Rechte Behinderter sollte bereits in der Berufsausbildung erfolgen“

Nach dem Netto-Vorfall fordert Dogxaid, Verein zur Förderung der Mobilität durch Blinden- und Servicehunde, die Politik auf, Vorurteile abzubauen.

Blindenhund im Wasser (Foto: Dogxaid)

Zum Rauswurf einer Frau samt ihres Blindenhundes aus einem Supermarkt in Koblenz-Lützel und aus Anlass der ROLLINGPLANET-Recherchen „Blinde Kundin rausgeworfen: So unverschämt war Discounter Netto“ fordert Dogxaid, Verein zur Förderung der Mobilität durch Blinden- und Servicehunde und Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband: „Die Politik muss Sorge dafür tragen, dass bereits in der Berufsausbildung Lehrinhalte über die Rechte von Behinderten aufgenommen werden.“

Hausrecht mit Vorurteilen

Vorsitzender Alexander Spörr erklärt: „Gehandicapte mit einem Helfer auf vier Pfoten werden gerade in den Branchen Einzelhandel, Gastronomie und Arztpraxen mit dem Hinweis auf das Hausrecht besonders oft vor die Tür gesetzt.“

Nach Ansicht des Vorstandes steckten hinter dem Gebrauch des Hausrechtes viel zu oft Vorurteile, Unsicherheit über Hygienevorschriften oder darüber, ob sich andere Kunden gestört fühlen könnten. Ein weiterer Ansatzpunkt wäre es, die Rechte behinderter Menschen, ähnlich dem Jugendschutz-Aushang, in Handels- und Dienstleistungsunternehmen publik zu machen.

Webseite: www.dogxaid.org

(RP)


Zum Themenschwerpunkt Blinde und sehbehinderte Menschen


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