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Aura-Zentrum in Bad Meinberg stellt Insolvenzantrag

Der Geschäftsbetrieb des Blindenkurheims wird zunächst aufrechterhalten.

Aura-Zentrum in Bad Meinberg (Foto: Kurklinik Verzeichnis)

Aura-Zentrum in Bad Meinberg (Foto: Kurklinik Verzeichnis)

Das Blindenkurheim Aura-Zentrum in Bad Meinberg (Nordrhein-Westfalen) hat Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Grund dafür sind Liquiditätsengpässe, wie ein Sprecher der für die Insolvenzverwaltung zuständigen Firma Schulze & Braun am Donnerstag mitteilte. Bislang finanzierte sich das Zentrum hauptsächlich durch die Umsätze aus dem Betrieb sowie durch Spenden. Der Antrag wurde bereits am vergangenen Montag gestellt.

Der Geschäftsbetrieb wird dem Sprecher zufolge zunächst aufrechterhalten. Die 37 Mitarbeiter seien über das Insolvenzgeld abgesichert. Das Aura-Zentrum ist dauerhafte Wohnstätte für 16 blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen. Es bietet zudem Freizeitangebote und barrierefreie Übernachtungsmöglichkeiten auch für Menschen mit anderen Behinderungen.

(dpa)

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2 Kommentare

  • Bert Bohla

    Schade, wo gerade Bad Meinberg Anfang des Jahres endlich die Diskriminierung von Führhundhaltern abgestellt hat und für Führhunde nicht mehr zusätzlich pro Übernachtung zur Kasse bittet…
    Lieber DBSV: vermutlich ist das der Grund für die Insolvenz, stimmt’s? (man möge mir meinen leichten Zynismus an dieser Stelle bitte verzeihen)

    5. Dezember 2013 at 21:16
  • Holgi

    Um die Mitarbeiter täte es mir leid, wenn sie pleite gehen. Abgesehen davon sind diese Auras nicht wirklich zeitgemäß, reine Blindeneinrichtungen, die am A***** der Welt liegen, dass ist nicht inklusiv und kein junger Blinder möchte das noch. Das dürfte auch der Grund für die Engpässe sein. Ich wünsche Ihnen troztdem viel Erfolg, vielleicht gelingt ein Neuanfang mit einem inklusiveren Konzept.

    6. Dezember 2013 at 11:31

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