Auszeichnung für Studie zu Kinderwunsch nach Brustkrebs

Prof. Bernd Gerber (Foto: privat)

Der Rostocker Medizinprofessor Bernd Gerber ist mit dem John-Mendelson-Studienpreis 2012 der Deutschen Krebsgesellschaft gewürdigt worden.

Zwei Jahre lang untersuchte er das Schicksal von 60 Brustkrebs-Patientinnen mit Kinderwunsch an 16 Brustzentren in Deutschland, wie die Universität Rostock am Montag mitteilte. Eine Gruppe erhielt zusätzlich zur Chemotherapie ein Medikament zum Schutz der Funktion der Eierstöcke, die andere nicht.

Die Ergebnisse zeigten demnach als erste Studie weltweit, dass die zusätzliche Gabe des Ovarschutzmedikamentes keinen Vorteil gegenüber der alleinigen Chemotherapie hatte. Zwei Jahre nach der Behandlung hätten alle Frauen wieder über einen normalen Menstruationszyklus berichtet. Schwangerschaften seien in beiden Gruppen gleich häufig eingetreten.

Die Ergebnisse der Studie wurden 2011 im Journal of Clinical Oncology publiziert, wie die Uni weiter mitteilte. Sie hätten dazu geführt, dass der Ovarschutz weltweit nicht mehr erfolgen müsse.

Der Studienpreis der Deutschen Krebsgesellschaft wird den Angaben zufolge alle zwei Jahre für die beste klinische Studie vergeben. Die Deutsche Krebsgesellschaft ist die größte wissenschaftlich- onkologische Fachgesellschaft in Deutschland und hat ihren Sitz in Berlin.

(dpa)

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