Autsch: Ärztin wäscht Wunde mit Putzmittel

ROLLINGPLANET weiß nicht, ob sie Domestos oder Meister Proper verwendete. Aber dass die Patientin 6.000 Euro Schmerzensgeld erhält.

Liebe Krankenhäuser, ein bisschen Farbe würde Euren Flaschen gut tun. (Foto: Alexandra-H./pixelio.de)

Mit einem Putzmittel ist einer 43-jährigen Frau in einer städtischen Klinik in Köln nach einer Brustoperation versehentlich die Wunde ausgewaschen worden. Sie erhält dafür ein Schmerzensgeld in Höhe von 6.000 Euro, wie das Oberlandesgericht Köln heute mitteilte.

Eine Ärztin hatte beim Spülen der Wunde ein Desinfektionsmittel mit dem Wundspülungsmittel verwechselt. Beide Flüssigkeiten befanden sich in ähnlichen Flaschen. Die Patientin erlitt Verätzungen und brennende Schmerzen, der Heilungsprozess verzögerte sich um sechs Monate. Die Fehler bei der Behandlung seien besonders grob und unverständlich gewesen, entschied das Gericht.

Die Klägerin hatte eine Schmerzensgeld von 30 000 Euro gefordert.
(dpa/lnw)

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