""

Baden-Württemberg: Landkreise wollen Klarheit wegen Kosten für Inklusion

Finanzierung eines Schulbegleiters für ein Mädchen mit Down-Syndrom als Präzedenzfall.

Der Präsident des Landkreistags Baden-Württemberg: Landrat Joachim Walter. (Foto: Landkreistag Baden-Württemberg)

Der Präsident des Landkreistags Baden-Württemberg: Landrat Joachim Walter. (Foto: Landkreistag Baden-Württemberg)

Die von den Vereinten Nationen angemahnte Inklusion behinderter Schüler an Regelschulen sorgt für neuen Streit zwischen Kommunen und Land. „Das Land soll sich zügig mit uns an einen Tisch setzen und klären, wer Anspruch auf welche Leistungen hat und wer diese Leistungen zu bezahlen hat“, forderte der Präsident des Landkreistages Joachim Walter. „Die jetzige Situation ist absolut unbefriedigend – für die Eltern und für uns“, sagte der jüngst an die Verbandspitze gewählte Christdemokrat.

Die Inklusion bringe enorme Kosten für die Extra-Betreuung der Kinder und ihre Beförderung mit sich. Die Summen reichten je nach Fall von mehreren hundert bis 35.000 Euro im Jahr. Hinzu kommen Kosten für Raum- und Sachausstattung der Schulgebäude auf die Gemeinden als Träger der Regelschulen zu.

Eine grundsätzliche Kostenklärung erhofft sich Walter von einem Rechtsstreit, den sein Landkreis Tübingen derzeit mit einer Mutter ausficht, die vom Kreis die Finanzierung eines Schulbegleiters für ihre Tochter Tamina mit Trisomie 21 verlangt und in zweiter Instanz recht bekommen hatte (ROLLINGPLANET berichtete).

(dpa)

Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

KOMMENTAR SCHREIBEN