Badminton wird paralympisch: Ein neuer Inklusionsmotor?

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) und der Deutsche Badminton-Verband (DBV) wollen kooperieren.

Zum ersten Mal sollen DBS-Spitzensportler bei den Paralympischen Sommerspielen 2020 in Japan in der Sportart Badminton um Medaillen kämpfen. (Foto: Shutterstock)

Zum ersten Mal sollen DBS-Spitzensportler bei den Paralympischen Sommerspielen 2020 in Japan in der Sportart Badminton um Medaillen kämpfen. (Foto: Shutterstock)

Mit Aufnahme der Sportart Badminton in das Paralympische Programm für Tokio 2020 haben sich der Deutsche Behindertensportverband (DBS) und der Deutsche Badminton-Verband (DBV) zu dem gemeinsamen Ziel bekannt, die Inklusion von Badmintonspielern mit und ohne Behinderung zu fördern. Zu diesem Zweck wurde eine Kooperationsvereinbarung von den Präsidenten, Friedhelm Julius Beucher (DBS) und Karl-Heinz Kerst (DBV), sowie den Vizepräsidenten der beiden Verbände, Dr. Karl Quade (DBS) und Karl-Heinz Zwiebler, unterzeichnet.

„Mit der Kooperationsvereinbarung zwischen DBV und DBS haben wir eine gute Basis geschaffen, um den Badmintonsport gemeinsam Richtung Tokio 2020 zu fördern. Für uns als DBV schließt sich damit auch ein Kreis. Nach dem Badminton-Weltverband BWF und dem europäischen Badminton-Verband BEC haben wir nun auch auf nationaler Ebene die Verzahnung mit dem Behindertensport“,

so DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst.

Ziel sind die Paralympics 2020 in Japan

Unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung: Friedhelm Julius Beucher (l.) und Dr. Karl Quade (r.) für den DBS sowie Karl-Heinz Kerst (2.v.l.) und Karl-Heinz Zwiebler (3.v.l.) für den DBV. (Foto: DBS)

Unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung: Friedhelm Julius Beucher (l.) und Dr. Karl Quade (r.) für den DBS sowie Karl-Heinz Kerst (2.v.l.) und Karl-Heinz Zwiebler (3.v.l.) für den DBV. (Foto: DBS)

Dr. Karl Quade, DBS-Vizepräsident Leistungssport:

„Wir freuen uns auf die anstehende Aufgabe, den deutschen Parabadminton-Sport stetig bis auf internationales Weltklasse-Niveau zu entwickeln. Die dazu notwendige Basisarbeit gehen wir jetzt an. Angesichts der sehr guten Ergebnisse beim ersten Auftritt des DBS-Nationalteams um Cheftrainer Michael Mai bei der WM in Stoke Mandeville (GB) im September diesen Jahres haben wir hier bereits eine sehr gute Grundlage.“

Das DBS-Nationalteam holte bei der diesjährigen WM in Großbritannien eine Gold- eine Silber- und zwei Bronzemedaillen. Das Badminton-Team Peter Schnitzler und Katrin Seibert waren in diesem Jahr bereits für die DBS-Sportlerwahl nominiert, konnten sich aber in der ersten Wahlrunde nicht durchsetzen. Auch wenn eine Teilnahme an den Paralympischen Spielen 2016 in Rio noch nicht möglich ist, wird die DBS-Nationalmannschaft im kommenden Jahr bei der EM in den Niederlanden erneut auf internationalem Parkett zu sehen sein.

(RP/DBS)

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