""

„BÄÄM! Der Deaf Slam“: Eine Chance für Nachwuchs-Poeten

Noch zwei Termine in München und Hamburg: Der Poetry Slam-Wettbewerb steuert auf sein Finale am 13. April 2013 zu.

Aktion Mensch_BÄÄM! Der Deaf Slam_01
Aktion Mensch_BÄÄM! Der Deaf Slam_02
Impressionen von den bisherigen Stationen des Poetry Slam-Wettbewerbs (Fotos: Aktion Mensch)

Ob Lyrik, Rap, Freestyle, Poesie oder Geschichten: alles ist erlaubt beim bundesweiten Poetry Slam-Wettbewerb „BÄÄM! Der Deaf Slam“ der Aktion Mensch.

Hörende und gehörlose Nachwuchs-Poeten treten in insgesamt fünf deutschen Städten gegeneinander an. Nach Terminen in Heidelberg, Berlin und Dortmund kommt „BÄÄM! Der Deaf Slam“ nun nach München und Hamburg. Ziel ist es laut den Veranstaltern, Inklusion auf inspirierende Weise auszuleben und den Gehörlosen-Poetry Slam in Deutschland zu etablieren.

Die Gewinner der Gehörlosen-Slams kämpfen am 13. April 2013 in Hamburg um den Hauptpreis: eine Reise nach New York und die Chance, bei einem bekannten Poetry Slam anzutreten.

Nächste Stationen München und Hamburg

Zunächst aber steht der nächste Poetry Slam-Wettbewerb in München am 16. und 17. März 2013 an – hier die Details. Workshop: Samstag, 16. März, von 14 bis 18 Uhr und Sonntag, 17. März, von 10 bis 17 Uhr, im CITA (Centrum für Integrale Tanz- und Ausdruckstherapie), Tegernseer Landstraße 37a, 81541 München. Der öffentlicher Live-Slam ist Sonntag, 17. März, um 19 Uhr, im Monopol Kino, Schleißheimer Straße 127, 80797 München.

Während des zweitägigen Workshops sollen die Teilnehmer lernen, ihrer Poesie Ausdruck zu geben. Während des abschließenden öffentlichen Live Poetry Slams kämpfen sie dann mit der Kraft ihrer Sprache um die Gunst des Publikums – ganz gleich ob mit Laut- oder Gebärdensprache. In München wird BÄÄM! vom Poetry Slam-Aktivisten Wolf Hogekamp und dem gehörlosen Poetry Slammer Andreas Costrau geleitet.

In Hamburg ist „BÄÄM!“ am 6. und 7. April zu Gast: Workshop – Samstag, 6. April, 14 – 18 Uhr und Sonntag, 7. April, 10 – 17.30 Uhr, im Kulturhaus III & 70 (Schulterblatt 73, 20357 Hamburg). Deaf Slam – Sonntag, 7. April, 19 – 21 Uhr (Ort wie beim Workshop). Leiter sind Emin Luis Aksoy und Wolf Hogekamp.

Ebenfalls in Hamburg ist dann das Finale: Samstag, 13. April 2013, 20 Uhr, Festplatz Nordstatt (Nordkanalstr. 46, 20097 Hamburg).

Deaf Slam-Teilnahme auch online möglich

Alle Slam-Poeten, die vor Ort nicht dabei sein können, haben noch bis zum 20. März 2013 die Gelegenheit, auch online an dem Wettbewerb teilzunehmen. Eine Jury entscheidet, welche fünf Beiträge sich für das Finale in Hamburg qualifizieren. Informationen zur Online-Plattform, auf der die Slam-Poeten ihre Videos einstellen können, sind auf www.aktion-mensch.de/deafslam zu finden.

“Deaf Jeam“ und eine neue Form von Poesie

Inspiriert wurde der bundesweite Poetry Slam-Wettbewerb in Gebärdensprache von dem Dokumentarfilm „Deaf Jam“ (2011), der einen einzigartigen Einblick in die Vitalität der amerikanischen Gehörlosen-Kultur gibt und derzeit mit dem barrierefreien Aktion Mensch-Filmfestival „überall dabei“ durch 40 deutsche Städte tourt (die aktuellen Termine finden Sie im ROLLINGPLANET-Kalender).

In „Deaf Jam“ erzählt Regisseurin Judy Lief von zwei Sprachen, zwei Kulturen und einem Gedicht. Die gehörlose Schülerin Aneta aus New York, deren Eltern aus Israel eingewandert sind, trifft in der Spoken Word Slam-Szene auf die hörende Tahani, eine Slam-Poetin, die aus Palästina stammt.

Die beiden jungen Frauen bilden ein einzigartiges Performance-Duo, das die gerappte Lautsprache mit der Gebärdensprache verbindet. Gemeinsam erschaffen sie eine neue Form von Poesie. Dabei stehen die beiden ebenso für die unterschiedliche Art an ihrer Umwelt teilzuhaben wie für die Möglichkeiten der Kommunikation über Grenzen hinweg – seien sie sprachlich oder politisch.

Weitere Informationen zu BÄÄM!: Aktion Mensch

(PM)

Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

KOMMENTAR SCHREIBEN