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Bald gibt es lauter kleine Ottobocks an der Uni

Mit Unterstützung der Industrie bietet die Private Hochschule Göttingene einen neuen Studiengang Orthobionik an. Was ist das? Die Lehre von Orthetik, Prothetik und Biomechanik. Patienten sollen künftig von erstklassig ausgebildeten Orthopädietechnikern profitieren.

Zu Beginn des Wintersemesters 2011/2012 hat das „Zentrum für Healthcare Technology“ (ZHT) der PFH Private Hochschule Göttingen seine Arbeit aufgenommen. Zunächst ist der Studiengang Orthobionik (Abschluss Bachelor of Science) gestartet. Der Beginn der beiden berufsbegleitenden Masterstudiengänge „Medizinische Orthobionik“ und „Sports-/Reha-Engineering“ ist für 2012 vorgesehen.

„Mit der Einrichtung des `Zentrums für Healthcare Technology´ an der PFH bekommt Göttingen eine Vorreiterrolle für eine neue Dimension der Orthopädietechnik in Forschung, Lehre und Weiterbildung. Ziel ist es, durch die Verbindung handwerklicher Fertigkeiten und wissenschaftlicher Inhalte die Qualität in der Patientenversorgung auf eine neue Stufe zu heben. Damit setzen wir international neue Standards“, sagt PFH-Präsident Prof. Dr. Bernt R. A. Sierke über die Bedeutung der Orthobionik.

Die Uni verspricht optimale Arbeitsbedingungen

Das ZHT ist integraler Gebäudebestandteil des Universitätsklinikums Göttingen und wird autonom von der PFH geführt. Auf rund 800 Quadratmetern Fläche über zwei Etagen sind auf höchstem technischen Niveau Labore, Seminarräume, Werkstätten und Plätze für die Patientenversorgung neu entstanden. Hier finden Studierende, Lehrende und Forschende optimale Arbeitsbedingungen. Die jungen Bachelor-Studierenden beschäftigen sich in den kommenden vier Jahren nun mit den Hauptschwerpunkten Orthetik, Prothetik und Biomechanik, darüber hinaus aber auch mit medizinischen Anwendungen, betriebswirtschaftlichen Inhalten, Psychologie und Patientenführung.

Bei der Entwicklung und Durchführung der Studienangebote arbeitet die PFH eng mit der Otto Bock HealthCare GmbH aus Duderstadt, dem Weltmarktführer der Orthopädietechnik, zusammen. Dessen Engagement verdeutlicht den Stellenwert, den der neue PFH-Fachbereich für die gesamte Branche einnimmt. Darüber hinaus gehören dem Bildungsverbund die Bundesfachschule für Orthopädietechnik in Dortmund, der Bundesinnungsverband Orthopädie-Technik sowie die International Society for Prosthetics and Orthotics (ISPO) in Brüssel und die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) an. Die Kooperation mit der UMG beispielsweise wird den entsprechend qualifizierten hauptberuflichen Professoren der PFH eine direkte Patientenversorgung ermöglichen.

Weitere Studienangebote ab April 2012

Das Masterprogramm „Medizinische Orthobionik“ ist als berufsbegleitendes Aufbaustudium mit drei Semestern Dauer geplant. Es richtet sich insbesondere an approbierte Ärztinnen und Ärzte. Das Curriculum des Masterstudiengangs schließt neben wissenschaftlichen Inhalten auch praxisorientierte Teile sowie ethische, rechtliche und betriebswirtschaftliche Aspekte ein. Der Masterstudiengang „Sports-/Reha-Engineering“ wendet sich an Sportwissenschaftler (Diplom), Humanbiologen (Diplom/Bachelor), Ingenieure/Naturwissenschaftler (Physiker, Wirtschaftsingenieure), Orthopädietechniker mit Studienabschluss sowie interessierte Mediziner. Ein weiteres Entwicklungsziel für 2014/2015 ist die Einrichtung eines konsekutiven Masterstudiengangs Orthobionik, der sich an den oben genannten Bachelor anschließt. Die Schnittstelle für die letztgenannte Entwicklung bildet künftig die Gründungsprofessur Orthobionik an der Universität Göttingen, die Prof. Dr. Cornelius Frömmel vertreten wird.

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