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Barrierefreiheit in vielen Arztpraxen noch verbesserungsfähig

Ergebnis einer Auswertung des Verbandes der Ersatzkassen e.V.

Die meisten Arztpraxen sind laut der Auswertung nicht barrierefrei (Foto: Thommy Weiss/pixelio.de)

Die meisten Arztpraxen sind laut der Auswertung nicht barrierefrei (Foto: Thommy Weiss/pixelio.de)

Das Thema Barrierefreiheit sollte in den Arztpraxen noch stärker verankert werden, als das bisher der Fall ist. Zu diesem Ergebnis kommt der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) im Rahmen einer Auswertung seines Arztbewertungsportals www.vdek-arztlotse.de. Von den 196.000 niedergelassenen Ärzten, Zahnärzten und Psychologischen Psychotherapeuten, die in dem Arztportal registriert sind, gaben nur rund 21.610 – also rund elf Prozent – an, mindestens drei von zwölf Kriterien der Barrierefreiheit zu erfüllen.

12 Kriterien für barrierefreie Arztpraxen

Barrierefreiheit bedeutet, dass Räumlichkeiten, Medien oder Einrichtungen so angelegt sind, dass sie von jedem Menschen, unabhängig von einer eventuell vorhandenen Einschränkung, benutzt werden können. Zudem sollten sie grundsätzlich ohne fremde Hilfe auffindbar, zugänglich und nutzbar sein.
ebenerdig oder Aufzug
stufenfreier Zugang
Aufzug ist rollstuhlgerecht
Aufzug ist barrierefrei
Zugang ist barrierefrei
Stühle/Liegen verstellbar
Gebärdensprache
Orientierungshilfen für Sehbehinderte
WC ist bedingt barrierefrei
WC ist barrierefrei
Praxis ist rollstuhlgerecht
Behindertenparkplätze

„Barrierefreiheit ist ein wichtiges Thema und wird angesichts der demografischen Entwicklung und der Zunahme älterer Menschen immer bedeutsamer“, betonte Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek. Ziel müsse es sein, behinderten Menschen eine weitreichende Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen, darunter auch in Arztpraxen und Krankenhäusern, zu ermöglichen.

„Sinnvolle Investitionen“

Fakt sei aber, dass die Kennzeichnung von Praxen gerade in Sachen Barrierefreiheit vielerorts noch unzureichend sei – im ländlichen wie im städtischen Raum. User-Kommentare auf dem Bewertungsportal wie beispielsweise „Es gibt einen Aufzug, besonders für ältere, behinderte und gehbehinderte Personen gut zu erreichen“ oder „Leider sind die Treppen sehr beschwerlich, nicht nur für Gehbehinderte“, zeigten, dass das Thema Barrierefreiheit von zunehmender Bedeutung für die Patienten sei. Elsner: „Wer in die Ausstattung für eine behindertengerechte Praxis investiert, dem werden es die Patienten danken!“

(PM)

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1 Kommentar

  • Lieschen Müller

    es ist eine Schande, wenn in neuen Ärztehäuser nicht mal ein Rolli-WC vorhanden ist ?? wo sind da die Prüfer vom Bauamt ? und für was haben wir eine DIN ?

    15. Mai 2014 at 23:23

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