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Barrieren beim Arzt – „Betonkopf“ geht an brandenburgisches Gesundheitsministerium

Auch die Kassenärztliche Vereinigung des Landes erhält den Negativpreis.

(Foto:  Arno Burgi/dpa)

(Foto: Arno Burgi/dpa)

Der Negativpreis „Betonkopf“ geht in diesem Jahr an das brandenburgische Gesundheitsministerium und die Kassenärztliche Vereinigung des Landes. Mit dem Preis prangert der Allgemeine Behindertenverband Brandenburg seit 2004 Einrichtungen oder Personen an, die aus seiner Sicht die Belange von Behinderten vernachlässigen.

Noch immer seien zu wenig Arztpraxen barrierefrei und es würden nur langsam mehr, begründete der Verband am Montag die diesjährige Entscheidung. Das liege auch daran, dass zu selten Bauprojekte gefördert werden, die Praxen barrierefrei machen.

Alrun Kaune-Nüßlein, Sprecherin des Gesundheitsministeriums, nannte die Wahl „nicht gerechtfertigt“. Das Ministerium unterstütze die Forderungen nach einem barrierefreien Zugang zu Arztpraxen. Etwa die Hälfte der Praxen seien bereits barrierefrei, Neubauten müssten es sogar sein. Eigene Fördermittel für Umbauten habe das Ministerium zudem gar nicht. Die Kassenärztliche Vereinigung will sich nach Angaben einer Sprecherin nicht zu den Vorwürfen äußern.

(dpa/bb)

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1 Kommentar

  • Heidi

    Was bringen barrierefreie Arztpraxen, wenn sie keiner finden kann? Bei der kassenärztlichen Vereinigung, z. B. der KV-NRW (www.kvno.de) gibt es auf der Homepage eine Suchmaske, mit der man barrierefreie Arztpraxen finden kann. Eigentlich, aber uneigentlich nicht. Der Eintrag in dieses Register ist freiwillig. Nur sehr wenige barrierefreie Arztpraxen stehen da drin. Für Düsseldorf bedeutet das z.B. , daß ein Rollifahrer zwar die eine oder andere Hausarztpraxis finden kann, aber Zahnärzte, Frauenärzte, Augenärzte, Lungenfachärzte etc. finden er nicht, obwohl es auch für diese Fachgebiete mehrere barrierefreie Praxen in Düsseldorf gibt. Ich finde ein Eintrag ins Ärzteregister der KV sollte genauso Pflicht sein, wie ein barierefreier Zugang.

    6. Mai 2014 at 14:59

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