Bayern München für Barrierefreiheit in der Allianz Arena ausgezeichnet

Sozialministerin lobt: FCB ein Vorbild – das, auch was den Service für Menschen mit Behinderung angeht, „in der Champions League“ spielt.

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge (Foto: dpa)

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge (Foto: dpa)

Fußball und Vorbilder ist ein Thema, bei dem ROLLINGPLANET derzeit eher vorsichtig ist. (Auf Franz Beckenbauer werden wir trotzdem nie etwas kommen lassen.) Trotzdem wagen wir folgende Meldung:

Für Anhänger mit Behinderung (Fans im Rollstuhl, Fans mit Seh- oder Hörbehinderung) hat der FCB bekanntlich schon seit jeher ein recht offenes Ohr. Deswegen ist es auch berechtigt, dass Bayerns Sozialministerin Emilia Müller den Rekordmeister am Samstag vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC (ging übrigens, na klar, 2:0 aus für den Gastgeber) „als Vorbild“ ausgezeichnet hat.

„Der FC Bayern spielt auch in Sachen Barrierefreiheit in der Champions League“, sagte Müller. Beim Bau der Allianz Arena vor gut zehn Jahren sei besonders darauf geachtet worden, dass Menschen mit Behinderung bestmöglich am Spiel teilhaben können, heißt es in einer Pressemitteilung der Edelkicker.

Bayern-Fans mit Behinderung in der Allianz Arena, r.: Sozialministerin Emilia Müller (Foto: FCB)

Bayern-Fans mit Behinderung in der Allianz Arena, r.: Sozialministerin Emilia Müller (Foto: FCB)

„Herzlichen Dank, lieber Herr Rummenigge“

„Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit und eine Verpflichtung, Barrierefreiheit zu unterstützen“, betonte Karl-Heinz Rummenigge, der erst vor kurzem auch den BOBBY-Preis der Lebenshilfe entgegen genommen hatte. Der FCB-Vorstandschef brachte zusammen mit der Ministerin das Schild „Bayern barrierefrei – Wir sind dabei!“ an der Außenfassade der Allianz Arena an. Müller ließ sich zudem von Vertretern des Fanclubs Rollwagerl e.V. vor Ort zeigen, wie sie ohne Hindernisse vom Auto in die Arena kommen. Im Stadion traf sie darüber hinaus Menschen mit Seh- und Körperbehinderung, die via App bzw. eigenem Kommentator über das Spielgeschehen informiert werden.

„Es ist wunderbar, dass Menschen mit Behinderung auch mitfiebern können“, sagte Müller. Ziel des Freistaats sei es, Bayern barrierefrei zu machen. „Der Staat kann Geld zur Verfügung stellen, Baumaßnahmen einleiten, Beratungsstellen errichten – das allein reicht aber nicht“, so die Ministerin, „wir sind auch auf die Unterstützung von tatkräftigen Partnern angewiesen. Wir brauchen Vorbilder. Und das ist der FC Bayern München, für den wie für kaum einen anderen Fußball-Verein weltweit Menschen mit Behinderung selbstverständlich dazugehören. Herzlichen Dank, lieber Herr Rummenigge, für Ihr Engagement.“

(RP/PM)

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2 Kommentare

  • Daniel Horneber

    kann mensch mir mal erklären warum die für das erfüllen von Menschenrechten einen Preis bekommen?

    28. November 2015 at 21:37
  • Andreas Kohl

    Weil Barrierefreiheit leider immer noch nicht selbstverständlich ist!

    28. November 2015 at 23:41

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