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Beachvolleyball-Premiere für Masters for disabled

Stark ersatzgeschwächtes deutsches Trio enttäuschte in Antalya. Paralympische Disziplin angestrebt.

Finale zwischen Polen I und Kasachstan I (Foto: DBS)

Finale zwischen Polen I und Kasachstan I (Foto: DBS)

Es war die Premiere für den Beach-it Beachvolleyball Masters for disabled: Vom 21. bis28. April 2013 traten neun Beachteams aus Kasachstan, Polen und Deutschland in Antalya (Türkei) an. Sri Lanka, das mit drei Mannschaften vorgesehen war, fiel kurzfristig aus.

Ein reibungsloser Turnierverlauf, packende Spiele und strahlende Sieger aus Polen lassen Teilnehmer und Veranstalter zuversichtlich in die Zukunft blicken. Ziel des Weltverbandes und der Nationalteams ist es, Beachvolleyball neben Sitzvolleyball als paralympische Disziplin einzuführen.

Beachvolleyball wird im Behindertensport nach denselben Regeln wie Beachvolleyball im Nichtbehindertenbereich gespielt. Insbesondere wegen der eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten mit Prothesen im Sand besteht ein Team jedoch aus drei und nicht aus zwei Spielern. Feldmaße und Netzhöhe sind identisch.

Veranstalter Gursel Yesiltas sorgte mit der neuen Beachanlage am Mittelmeer, einer exzellenten Organisation und dem spitzenmäßigen Hotel für hervorragende Rahmenbedingungen. Optimales Beachwetter bei 30°C und Sonne rundeten das Bild ab.

Der Kapitän fehlte

Deutschland musste zwei schwere Ausfälle verkraften: Allrounder Martin Vogel konnte aus beruflichen Gründen nicht antreten, und Kapitän Elmar Sommer fiel kurzfristig aufgrund einer Schulterverletzung aus.

Für ihn rückte Alexander Butz (unterschenkelamputiert) – seit 2012 im Kader der Nationalmannschaft – nach. Er, Robert Kampczyk (angeborene Lähmung des rechten Arms) und Torben Schiewe (angeborene Gehbehinderung), der für Sommer die Führungsrolle auf dem Feld einnahm, starteten mit einem erfolgreichen Vorrundenauftakt ins Turnier.

Auf die ersten drei Siege folgten jedoch zwei 0:2-Niederlagen gegen Polen und Kasachstan. Auch im Spiel um Platz 3 konnte das neu formierte Trio die auffällig hohe Eigenfehlerquote nicht reduzieren und landete somit auf einem enttäuschenden vierten Platz.

Packendes Finale

Polen I und Kasachstan I lieferten sich ein packendes Finale. Das polnische Trio setzte sich im ersten Satz mit 21:18 durch, verlor im zweiten Satz aber komplett den Faden und gab sich mit 10:21 den kämpferischen Kasachen geschlagen. Im Tie-Break sicherten sich die Polen verdient den Turniersieg.

(RP/DBS)

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