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Bed Sharing ist Bad Sharing

Um dem Kindstod vorzubeugen, sollte das Baby nicht im Elternbett schlafen. ROLLINGPLANET empfiehlt eine Alternative.

Süß, aber nicht zum Überrollen gedacht (Foto: Danielle/pixelio.de)

Süß, aber nicht zum Überrollen gedacht (Foto: Danielle/pixelio.de)

Babys schlafen besser nicht mit ihren Eltern gemeinsam im Bett. Vor allem in den ersten drei Lebensmonaten steigt bei diesem „Bed Sharing“ das Risiko eines plötzlichen Kindstodes um das Fünffache. Noch gefährlicher wird es für das Kind, wenn die Eltern Alkohol oder Drogen konsumiert haben. Denn dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie ihr Kind im Schlaf überrollen. Womit wir also ein echtes ROLLINGPLANET-Thema haben.

Zu diesem Ergebnis kommt eine länderübergreifende Studie der London School of Hygiene & Tropical Medicine. Die Forscher überprüften 1472 Fälle von plötzlichem Kindstod und verglichen sie mit 4679 Kontrollfällen gesunder Kinder.

81 Prozent der Todesfälle vermeidbar

Den Wissenschaftlern zufolge sind Alkohol oder Drogen aber nur Begleitfaktoren. Neugeborene können durch den engen Körperkontakt überhitzen oder bekommen nicht genug Sauerstoff. Nach Schätzungen ließen sich etwa 81 Prozent der Todesfälle in den ersten drei Monaten dadurch verhindern, dass Babys in ihrem eigenen Bett schlafen.

Ganz aus dem Familienbett müssen Eltern ihr Kind aber nicht verbannen: Es bestehe kein Risiko, wenn Mutter oder Vater es zum Stillen oder Schmusen zu sich nehmen.

Bereits im Alten Testament erklärt

„Die Darstellung eines Kindstodes im ersten Buch der Könige des Alten Testaments birgt den ersten historischen Hinweis auf die Problematik des sogenannten ,Bed sharing‘“, erläutert Ekkehart Paditz, Leiter des Zentrums für Angewandte Prävention in Dresden.

„Hier wird geschildert, wie eine Mutter den Tod ihres Neugeborenen bedauert, nachdem dieses im gemeinsamen Bett gestorben ist. Bei den Ausgrabungen von Pompeji wurde bereits eine Wiege aus Eichenholz gefunden, die ebenfalls auf den Ursprung dieser kulturellen Erfahrung schließen lässt.“

ROLLINGPLANET findet: Sex und andere Schweinereien machen viel mehr Spaß, wenn das Kind nicht mittendrin liegt, und empfiehlt allen, die meer sein wollen als zwei, die hier mit ins Bett zu nehmen:

Meerschweinchen (Foto:  StHuhn/pixelio.de)

Meerschweinchen (Foto: StHuhn/pixelio.de)

(RP/pte/dpa)

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