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Behinderte Arbeitslose haben kaum vom Aufschwung profitiert

Bundesagentur für Arbeit legt neue Daten und eine Analyse vor.

Agentur für Arbeit: Kaum Jobs für Menschen mit Behinderung (Foto: iwdn)

Agentur für Arbeit: Kaum Jobs für Menschen mit Behinderung (Foto: iwdn)

Behinderte Männer und Frauen haben nach Erkenntnissen der Bundesagentur für Arbeit (BA) deutlich schwächer vom Jobaufschwung der vergangenen Jahre profitiert als Menschen ohne Handicap.

So sei die Zahl der Arbeitslosen mit einer Schwerbehinderung zwischen dem Jahren 2009 und 2012 lediglich um ein Prozent gesunken; bezogen auf alle Arbeitslosen habe der Rückgang dagegen bei 23 Prozent gelegen, geht aus Daten der Bundesagentur für Arbeit hervor.

Auch eine Frage des Alters

Allerdings hänge die Frage, wie schnell jemand einen neue Stelle finde, stark vom Alter des Schwerbehinderten ab, betonte eine BA-Sprecherin. Während die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen ab 55 Jahren zwischen 2009 und 2012 um 44 Prozent gestiegen sei, verzeichnete die BA bei Schwerbehinderten zwischen 15 und 25 Jahren einen Rückgang von 14 Prozent.

Ursache für die starke Zunahme bei älteren Schwerbehinderten sei unter anderen der Wegfall der staatliche geförderten Altersteilzeitregelung. Diese oder andere vorruhestandsähnlichen Regelungen hatten Älteren ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbslosen erlaubt.

Bundesagentur für Arbeit: Analyse zur Lage schwerbehinderter Erwerbstätiger (PDF)

(dpa)

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