Mit Veilchen gegen Multiple Sklerose

Aufgeschnappt: Richter stoppen AOK +++ App für Analphabeten +++ Judyta Smykowski im Supermarkt


ROLLINGPLANET Aufgeschnappt

AUFGESCHNAPPT: Was aktuell sonst noch in der Welt passiert, worüber ROLLINGPLANET nicht selbst oder an dieser Stelle nur kurz berichtet


Niederlande plant legale Selbstmordpille

Die Niederlande gilt auch in puncto Sterbehilfe als sehr liberales Land. Dort sollen nun auf Vorschlag zweier Sterbehilfsorganisationen lebensmüden Menschen, die nicht sterbenskrank sind, tödliche Mittel angeboten werden. Die Oppositionspartei D66 will nach eigenem Bekunden noch in diesem Jahr einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen. Auch die rechtsliberale Regierungspartei steht dem Vernehmen nach einem solchen Entwurf „wohlwollend“ gegenüber. RP Online

Richter stoppen AOK

Im Streit um häusliche Krankenpflege für ein behindertes Kind hat das Landessozialgericht Baden-Württemberg den Eltern eines pflegebedürftigen Kindes Recht gegeben: Streiten sich Krankenkassen und Eltern schwerstbehinderter Kinder über den Umfang der zu übernehmenden häuslichen Krankenpflege, habe das Leben des Kindes einen höheren Stellenwert als der mögliche Vermögensschaden der Krankenkasse. Ärzte Zeitung

Mit Veilchen gegen Multiple Sklerose

Gegen Multiple Sklerose hilft möglicherweise ein Pflanzenwirkstoff, der sich aus Kaffee und Kürbis isolieren lässt. Vor allem aber ein Extrakt aus Veilchengewächsen zeigt eine überraschend deutliche Wirkung. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Freiburg haben das sogenannte Zyklotid bereits erfolgreich an Mäusen getestet. Eine klinische Studie an Menschen ist in Vorbereitung. Heilpraxisnet.de

App für Analphabeten: „Lernen ohne Schamgefühl“

Für erwachsene Analphabeten ist das Leben ein alltägliches Versteckspiel. Imgard Schwiderski und Stefanie Trzecinski wollen mit ihrer App betroffenen Menschen helfen. Frankfurter Allgemeine

WHO: Krebsrisiko bei Kaffee nicht belegbar

Jahrelang hat die WHO Kaffee als krebserregend eingestuft. Alles kalter Kaffee: Ein Krebsrisiko sei nicht belegbar. Ob man das als Wachmacher bekannte Lustgetränk besser mit Sahne zu sich nehmen sollte, ließ die zuständige WHO-Behörde offen. Zu heiß sollte man ihn aber auf keinen Fall trinken. Stern

Tochter muss behindert spielen

Um Pflegegeld zu kassieren, hat ein Familienvater seine Tochter im Fach Schauspiel unterrichtet. Sie sollte sich glaubwürdig als geistig behindert ausgeben. Mit Erfolg: Immerhin konnte der Familienvater von der Pflegekasse so insgesamt rund 10.000 Euro kassieren. Eine Quittung für die von Amts wegen ausgezahlte Kohle gab’s auch. Die stellte allerdings das Landgericht Bad Kreuznach aus, dass den Familienvater zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilte. SWR

Behinderte in Japan: Athleten statt Patienten

Integration von Behinderten in Japan: Anders zu sein, ist in dem ostasiatischen Staat im Pazifik eine Herausforderung – und Anlass für Diskriminierung. Das gilt auch für behinderte Menschen. Sie hoffen, dass die Paralympischen Spiele in Tokio Berührungsängste abbauen. Neue Zürcher Zeitung

Verzweifelte Lehrer

Die Grundschule soll Behinderte inkludieren, Flüchtlinge integrieren und Zugewanderte fördern. Zwischen diesen Aufgaben werden Lehrer zerrieben. Manche Schule weiß sich auf ganz eigene Art zu helfen. Die Welt

Medienpreis Bobby für Film über Pränataldiagnostik

Die Lebenshilfe zeichnet die Schauspielerin Annette Frier und den Fernsehfilm „Nur eine Handvoll Leben“ mit dem Medienpreis Bobby aus. Die Jury würdigte damit den sensiblen Umgang des Films mit dem Thema Pränataldiagnostik. pro

Selten: Behinderte in freier Wildbahn

„Jetzt schau da nicht so hin und komm mit“, sagt die Mutter und zerrt ihre Tochter schnell in den Supermarkt – an mir vorbei. Kinder gucken immer und überall hin, ihre Neugier ist grenzenlos.“ Judyta Smykowski nimmt es ihnen nicht übel, wenn sie die Rollstuhlfahrerin anschauen. „Sieht man ja nicht so oft in freier Wildbahn. Menschen mit Behinderung werden in diesem Land nämlich noch viel zu häufig in irgendwelchen Einrichtungen geparkt,“, sagt die studierte Kulturjournalistin in ihrer Kolumne „Rollt bei mir“. taz.de

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