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Behindertenbeauftragte Bentele begrüßt DLV-Entscheidung zu Rehm

Die ehemalige Spitzensportlerin findet, dass der Leichtathletik-Verband sich zur Inklusion bekennt.

Behindertenbeauftragte Verena Bentele (Pressefoto)

Behindertenbeauftragte Verena Bentele (Pressefoto)

Verena Bentele, Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, bewertet den Deutschen Leichtathletik-Verband freundlicher als ROLLINGPLANET. Sie begrüßt die Entscheidung des DLV von gemeinsamen Wettkämpfen behinderter und nichtbehinderter Athleten. „Durch die klaren Regelungen wissen alle Sportlerinnen und Sportler, worauf sie sich einlassen. Das ist meines Erachtens im Spitzensport entscheidend“, erklärte die zwölfmalige Paralympics-Gewinnerin am Montag.

Mindestens genauso wichtig sei aber auch das Bekenntnis des DLV zum inklusiven Sport. „Die Debatte darüber, wie genau dieser aussehen kann, ist damit jedoch noch lange nicht beendet“, erklärte Bentele. Der DLV hatte entschieden, dass gemeinsame Wettkämpfe von Behinderten und Nichtbehinderten vom 1. Januar 2015 an ausgetragen werden können, aber mit getrennten Wertungen.

Der unterschenkelamputierte Rehm hatte im Juli als erster Behindertensportler den Titel bei den Nichtbehinderten geholt. Nach seinem Erfolg im Weitsprung war eine Diskussion entbrannt, ob Rehm durch seine Prothese einen Vorteil habe. „Um herauszufinden, wie vergleichbar olympischer und paralympischer Spitzensport ist, muss jetzt vor allem die interdisziplinäre Forschung in diesem Bereich vorangetrieben werden“, forderte Bentele.

(dpa)

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1 Kommentar

  • Daniel Horneber

    Zementierung der Exklusion widerlich ist das

    4. November 2014 at 01:52

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