Behindertenbeauftragter verteidigt Inklusion in Sachsen-Anhalt

CDU-Bemerkung lässt befürchten: Soll das Rad wieder zurückgedreht werden?

Adrian Maerevoet (Foto: privat)

Adrian Maerevoet (Foto: privat)

Der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Handicap muss aus Sicht von Adrian Maerevoet (den Namen spricht man übrigens so aus: Mahrefoht), Behindertenbeauftragter der Landesregierung in Sachsen Anhalt, weiter angestrebt werden. Forderungen nach weniger Inklusion und mehr Förderschulen seien nicht hinnehmbar und auch nicht mit der UN-Menschenrechtskonvention vereinbar, teilte Maerevoet in Magdeburg mit.

Er reagierte damit auf Äußerungen von CDU-Faktionschef André Schröder, der den Grundsatz „So viel Inklusion wie nötig und so viel Förderschulen wie möglich“ ausgegeben hatte. In einer Befragung hatte sich eine große Mehrheit für Förderschulen ausgesprochen.

Der Landesbeauftragte sagte, die Reduzierung der Förderschulen in Sachsen-Anhalt habe mehr Chancengerechtigkeit und viele gute Ergebnisse gebracht. Er warnte aber auch davor, unter dem Deckmantel der Inklusion Förderschulen aufzulösen und zugleich Lehrerstellen abzubauen. Das sorge für Ablehnung in der Bevölkerung.

(dpa)

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