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Behindertenselbsthilfe trifft Verwaltung

Broschüre zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention erschienen.

Die neue Broschüre gibt Tipps für den Dialog von Selbsthilfeorganisationen mit Verwaltungsstellen (Foto: ISL)

Die neue Broschüre gibt Tipps für den Dialog von Selbsthilfeorganisationen mit Verwaltungsstellen (Foto: ISL)

Selbsthilfe- oder Selbstvertretungsorganisationen von Menschen mit Behinderungen kritisieren oft Verwaltungshandeln und mahnen Verbesserungen an. Das ist sinnvoll und ihr gutes Recht. Menschen in Verwaltungen dagegen sind häufig damit befasst, knappe finanzielle Mittel korrekt verteilen zu müssen.

Ist es möglich, dass sich beide Seiten besser verstehen und zusammenarbeiten können, etwa um einen kommunalen Aktionsplan zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention zu erstellen?

Richtige Ansprechpersonen finden

Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) meint ja. Um einen solchen Prozess des Zusammenwirkens zu unterstützen, hat die ISL eine Handreichung in Form einer elektronischen Broschüre erstellt.

Ziel der Publikation ist die Unterstützung von Selbstvertretungen von Menschen mit Behinderungen bei der Gestaltung von Partizipation und Teilhabe in Brandenburg. Sie sollen in die Lage versetzt werden, Verwaltungsstrukturen besser zu verstehen und die richtige Ansprechebene zu finden.

Behindertenselbsthilfe trifft Verwaltung: Dialog beginnen – Partizipation gestalten!

Eine Handreichung für Vertretungen von Menschen mit Behinderungen in Brandenburg zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (34 Seiten; Stand Juli 2013); als elektronische Version erhältlich:
als PDF-Datei
als Word-Datei

Mut zum Dialog

„Wir wollen Mut machen, einen Dialog zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf unterschiedlichen Ebenen der Verwaltung zu beginnen“, sagt Dr. Sigrid Arnade, Geschäftsführerin der ISL. „Der Text wurde zwar speziell mit Blick auf Brandenburg verfasst, seine Aussagen sind aber auch auf andere Bundesländer übertragbar.

In der Handreichung ist zu lesen, wie die moderne Verwaltung entstanden ist und wie die drei Ebenen der Verwaltung in Brandenburg aussehen. Der Perspektivenwechsel in der Behindertenpolitik und Wissenswertes zur UN-BRK werden danach vorgestellt.

Teilhabe richtig einfordern

Ferner geht es darum, was unter „Partizipation“ zu verstehen ist und welche konkreten Angebote an die Verwaltung sinnvoll sein könnten. Im Anhang finden sich neben Links und Adressen zwei Interviews mit Menschen, die für die Landesverwaltung arbeiten.

Finanziell gefördert wurde das Projekt aus Mitteln des Brandenburgischen Ministeriums für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie.

(PM)

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