Behindertensportler des Jahres 2015 gekürt

Anna Schaffelhuber, Georg Kreiter und die deutschen Basketballerinnen erhalten die meisten Stimmen.

Anna Schaffelhuber vor einem Jahr im Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln. Dort wurde sie wie heute als Behindertensportlerin des Jahres ausgezeichnet. (Foto: Marius Becker/dpa)

Anna Schaffelhuber vor einem Jahr im Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln. Dort wurde sie wie heute als Behindertensportlerin des Jahres ausgezeichnet. (Foto: Marius Becker/dpa)

Die fünfmalige Paralympicssiegerin Anna Schaffelhuber ist zum vierten Mal zur „Behindertensportlerin des Jahres“ gewählt worden. Die 22 Jahre alte Monoskifahrerin erhielt bei der Wahl für die Behindertensportler des Jahres 2015 die meisten Stimmen und setzte sich nach 2011 sowie 2013 und 2014 erneut durch.

Bei einem Festakt mit rund 400 Gästen im Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln wurden am Samstagabend neben Schaffelhuber auch Monoskifahrer Georg Kreiter und die Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen geehrt. Die Basketballerinnen erhalten diese Ehrung auch bereits zum vierten Mal (2011, 2013, 2014). Für Kreiter ist es die Premiere.

Schaffelhuber räumt ab

Die querschnittsgelähmte Schaffelhuber eilt in diesem Jahr von einer Auszeichnung zur nächsten. Vor zwei Wochen war die sechsfache Weltmeisterin in Mexiko zur Weltbehindertensportlerin gekürt worden. Nach Verena Bentele (Biathlon/Langlauf) und Gerd Schönfelder (Ski alpin) 2011 ist Anna Schaffelhuber die dritte Deutsche, die „den Paralympic Sports Award“ erhielt. Sie wurde für ihre fünf Goldmedaillen bei den Paralympics in Sotschi 2014 ausgezeichnet. Bei den diesjährigen Welttitelkämpfen in Kanada holte sie zweimal Gold. Vor einer Woche bekam sie in der Schweiz noch den Internationalen Sportkristall.

Kreiter wurde für seine zwei WM-Titel im Riesenslalom und in der Super-Kombination ausgezeichnet. In Sotschi hatte er noch eine herbe Enttäuschung erlebt: Er fuhr zwar häufig schnell, im Super-G und im Riesenslalom aber stürzte er. Im Slalom schied er aus, und in der Abfahrt wurde er nur Achter.

Warum fehlen die Leichtathleten?

Vorjahressieger Markus Rehm war diesmal wie andere Leichtathleten nicht nominiert. Da die WM in Doha erst Ende Oktober stattfand, werden Weitsprung-Weltrekordler Rehm und die Weltmeister Marianne Buggenhagen, David Behre, Vanessa Low, Sebastian Dietz und Martina Willing erst bei der Sportlerehrung für 2016 berücksichtigt.

Die Rollstuhl-Basketballerinnen, Paralympics-Siegerinnen von London 2014, wurden für ihren EM-Sieg geehrt. Prothesen-Sprinter Johannes Floors, der mit der 4×100-Meter-Staffel WM-Gold holte, erhielt den Nachwuchspreis.

Nach der Vorauswahl durch Journalisten konnte zwei Wochen lang online über die Platzierungen abgestimmt werden.

(dpa)

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