Behindertensportverband fordert Ausweitung des Anti-Doping-Kampfs

Nicht nur Russland ausschließen: Länder sollen erst wieder antreten dürfen, wenn sie den Kriterienkatalog für sauberen Sport vollständig erfüllen.

Friedhelm Julius Beucher (l.), Präsident des Deutschen Behindertensportverbands, und sein Vize Karl Quade (r.). (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Friedhelm Julius Beucher (l.), Präsident des Deutschen Behindertensportverbands, und sein Vize Karl Quade (r.). (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) fordert durch seinen Präsidenten Friedhelm Julius Beucher und Karl Quade als Vizepräsident Leistungssport „einen weiteren Schritt hin zu einem fairen und dopingfreien Sport“. Das teilte der DBS am Montag mit. Er will vom Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) die Ausweitung der Anti-Doping-Maßnahmen für Russland auch auf andere Nationen, wenn in diesen kein funktionierendes Anti-Doping-System existiere.

Bereits mit der Suspendierung des Nationalen Paralympischen Komitees Russlands habe das IPC „eine mutige und richtige Entscheidung im Sinne eines konsequenten Anti-Doping-Kampfes“ getroffen. Doch es gebe nicht nur in Russland Missstände. Die Jahresberichte 2014 und 2015 der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA zeigten eindeutig, dass in mehreren Nationen der Nachweis von regelmäßig durchgeführten Trainings- und Wettkampfkontrollen fehle.

Deutliches Signal erwartet

Beucher: „Wir erwarten daher ein weiteres deutliches Signal für einen fairen und dopingfreien paralympischen Sport sowie ein konsequentes Vorgehen gegen Athleten, Funktionäre oder Verbände, die gegen die geltenden Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen.“

Quade ist der Auffassung, „dass Länder, die kein funktionierendes Kontrollsystem nachweisen können, künftig erst wieder antreten dürfen, wenn sie den Kriterienkatalog vollständig erfüllen“. Das sei auch Voraussetzung dafür, dass das IPC die Suspendierung der Russen wieder aufhebe.

(RP/dpa)

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