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Bei Autismus: Wenn das eigene Kind die Diagnose erhält, schauen Sie sich mal in der Familie um

Es kommt immer wieder vor: das eigene Kind erhält die Diagnose Asperger-Syndrom und ein Elternteil merkt, dass es vermutlich selbst betroffen ist.

So ist es auch bei Liane Holliday Willey passiert, zu diesem Zeitpunkt schon Hochschullehrerin. Als ihre Tochter die Diagnose erhält und sie sich mit den Kriterien der Diagnose beschäftigt erkennt die Mutter sich – endlich – in dieser Diagnose wieder. Wir für alle spät diagnostizierten Asperger so ist es auch für sie eine Erlösung. „Auch wenn es 38 Jahre lang gedauert hat – ich kann gar nicht deutlich genug sagen, was für eine Erleichterung es war, mich endlich selbst zu finden!“

Liane Holliday Willey: Ich bin Autistin – aber ich zeige es nicht. Leben mit dem Asperger-Syndrom.

Buch: Nicht mehr erhältlich – Einzelexemplare 76 € aufwärts!

eBook: 8,99 € (Amazon, iTunes, google.books)

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In diesem sehr bekannten Buch beschreibt im Rückblick ihre Lebensgeschichte und reflektiert sie nun in Kenntnis der Asperger-Diagnose.

Ernst, lustig und voller Anekdoten – ein richtiges Buch zum schmökern. Dabei ist es immer spannend, denn man wartet darauf, wie der nächste Lebensabschnitt bis zur Hochschullehrerin mit drei Kindern verlaufen wird – und welchen Anteil das Asperger-Syndrom dabei hat.

Ein Extrakapitel widmet sie den Ereignissen, als Asperger-Autistin Kinder zu haben. Häufig entscheiden sich Asperger-Autistinnen gegen Kinder, insofern ist diese Beschreibung schon recht wichtig. Das erkennt Liane Willey auch und beschäftigt sich mit diesem Thema in späteren Büchern, die allerdings bisher nur auf Englisch vorliegen, noch ausführlicher. Weitere Infos zu ihren Büchern, ihrer Homepage und ihrem Facebook-Auftritt auf meiner Homepage. Übrigens funktionierte meine erste Kontaktaufnahme mit ihr tatsächlich über Facebook. Ist es doch zu etwas nutze 😉

Das Buch ist sehr offen, in klaren Worten und schnörkellos geschrieben – und geht dabei sehr gut ins Detail. Dabei beschreibt sie Gefühle intensiver, als so mancher Mensch ohne Asperger. Denn sie muss die Gefühle für sich genau beschreiben, um sie zu verstehen.

Ein gelungenes Ende findet das Buch mit zahlreichen Checklisten für alle Lebensbereiche. Hier gibt Liane H. Willey viele wichtige Hinweise, worauf man als Asperger-Autist achten sollte (bei der Ausbildung, der Arbeit, in Beziehungen etc.).

Ein sehr persönliches Vorwort von Tony Attwood leitet das Buch übrigens ein.

In jedem Fall ist dieses Buch eines der wichtigsten Bücher im Autismusbereich und wird häufig empfohlen.

Beim nächsten Mal gibt es dann mal wieder ein Fachbuch, ich denke es wird eines von Christine Preißmann sein, eine der fleißigsten und auch besten Autoren in der Szene.

Bis dahin wünsche ich eine schöne Woche

Michael Schmitz

von www.autismus-buecher.de

Folgend Sie dem Autor auf Twitter unter @autismusbuecher

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