Bei Diabetes mit Nervenschäden regelmäßig Füße checken

Sogar Amputation droht: Bereits aufgrund kleinster Verletzungen können Geschwüre und schwere Infektionen entstehen, die zunächst keine Schmerzen bereiten.

Füße im Gras

Bei einem Fünftel aller Menschen mit Diabetes komme es früher oder später zu dem sogenannten diabetischen Fußsyndrom. (Foto: Albert-Maurer_pixelio.de)

Leiden Diabetiker unter Nervenschäden, sollten sie täglich ihre Füße kontrollieren. So fallen ihnen Verletzungen an den Sohlen und zwischen den Zehen auf, die sie aufgrund der gestörten Nervenfunktionen nicht spüren. Darauf weist Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) in Krefeld hin. Entweder verwenden sie dafür einen Handspiegel oder bitten Angehörige um Hilfe.

Fußkontrolle durch einen Arzt

Bei Diabetes heilen Wunden schlecht. Aufgrund kleinster Verletzungen sind Geschwüre und schwere Infektionen möglich, die den Betroffenen wegen der Nervenschäden zunächst keine Schmerzen bereiten. Zu spät entdeckte Verletzungen könnten im schlimmsten Fall zur Amputation des betroffenen Fußes oder Beines führen, erläutert Bergmann.

Vorbeugend empfiehlt der Mediziner die regelmäßige Fußkontrolle durch einen Arzt, Schuhe mit weicher Innensohle und ohne Nähte sowie medizinische Fußpflege. Bei einem Fünftel aller Menschen mit Diabetes komme es früher oder später zu dem sogenannten diabetischen Fußsyndrom. Es beruht auf der Nervenstörung Polyneuropathie, unter der schätzungsweise rund drei Prozent der Über-60-Jährigen leiden.

(dpa)

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