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Bei Schlaganfallgefahr Blutdruck immer an beiden Armen messen

Weichen die unteren Werte um mehr als zehn mmHg voneinander ab, ist ein Patient besonders stark gefährdet, an einer Herzerkrankung zu sterben.

Blutdruck-Messgerät (Foto: Dieter Schütz/pixelio.de)

Blutdruck-Messgerät (Foto: Dieter Schütz/pixelio.de)

Schlaganfallgefährdete Patienten sollten ihren Blutdruck immer an beiden Armen messen. Unterscheiden sich die Werte links und rechts um zehn Millimeter Quecksilbersäule (mmHg), wenden sich Betroffene am besten direkt an ihren Arzt.

Das rät Norbert Smetak vom Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) in München. Weichen die diastolischen (unteren) Blutdruckwerte um mehr als zehn mmHg voneinander ab, sei ein Patient besonders stark gefährdet, an einer Herzerkrankung zu sterben. Das gehe aus einer aktuellen Studie der Universität Seoul hervor.

Liegen die Werte so deutlich auseinander, ist das laut Smetak ein Hinweis darauf, dass auf der Körperseite mit dem niedrigeren Wert die Arterien geschädigt sind. Oft sei bei Betroffenen im Vergleich zu Gesunden auch die Halsschlagader stärker versteift und die linke Herzkammer vergrößert. Durch regelmäßiges, beidseitiges Blutdruckmessen ließen sich gefährdete Patienten schneller behandeln.

Wenn der Blutfluss behindert ist

Prinzipiell können Abweichungen sowohl beim oberen wie beim unteren Blutdruckwert dazu führen, dass sich die vom Herz wegführenden Blutgefäße (Arterien) verhärten. Dadurch sei der Blutfluss behindert, die Gefäße im gesamten Körper nehmen Schaden, erläutert Smetak.

Der diastolische Blutdruck entsteht, wenn der Herzmuskel erschlafft. Sein Wert gibt den Basisdruck an, der dauerhaft auf den Gefäßen lastet. Ist er zu hoch, sind Angina pectoris und Herzinfarkte mögliche Folgen. Der obere (systolische) Blutdruck ergibt sich aus der Anspannung der Herzmuskulatur. Ist dieser Wert dauerhaft zu hoch, kann es unter anderem zu Nierenschäden und Schlaganfällen kommen.

(dpa)

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