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Bei Verstopfung nicht gleich zum Abführmittel greifen

Tipps für ROLLINGPLANET-Leser/innen, bei denen es nicht plumpsen will.

(Foto: Benjamin Klack/pixelio.de)

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Chronische Verstopfung sollte nicht sofort mit Medikamenten behandelt werden. Als erster Behandlungsschritt sei eine ballaststoffreiche Ernährung, bis zu zwei Liter Flüssigkeitszufuhr pro Tag und regelmäßige Bewegung angezeigt. Flohsamenschalen und Weizenkleie könnten Betroffene ergänzend ausprobieren.

Darauf weisen die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und die Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM) hin. Sie haben gemeinsam eine Leitlinie zur Behandlung der sogenannten chronischen Obstipation veröffentlicht.

Wann welche Medikamente?

Erst wenn das alles keine Besserung bringt, sollten Arzneimittel zum Einsatz kommen. Klassische Abführmittel sind der Leitlinie zufolge angezeigt, wenn die Beschwerden auf einer Darm-Transportstörung beruhen. Dabei passiert der Stuhl verzögert den Dickdarm. Die Medikamente verflüssigen den Stuhl und regen die Darmtätigkeit an. Eine andere Möglichkeit sind Zuckerstoffe.

Helfen solche Mittel nicht, kommen Prokinetika infrage, die das Darmnervensystem stimulieren. Weniger ratsam seien Mittel, die auf Salz oder Ölen basieren, erläutern die Experten.

Allerletzter Ausweg: OP

Bei Beschwerden, die auf einer sogenannten Entleerungsstörung beruhen, können Abführzäpfchen oder Einläufe eine unterstützende Maßnahme sein. Bei einer Entleerungsstörung ist der Transport bis in den Enddarm kein Problem, allerdings fällt dem Patienten die Entleerung schwer. Erst als allerletzter Ausweg könnte eine Operation helfen.

Als chronisch gelten Verstopfungen, wenn sie mindestens zwölf Wochen andauern und der Patient über zwei weitere Symptome wie „starkes Pressen“, „klumpiger harter Stuhl“ oder „subjektiv unvollständige Entleerung“ klagt.

(dpa)

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2 Kommentare

  • Andrea Bröker

    Aber mit einem Plümpel löse ich das Problem auch nicht, der passt nicht in den Anus.“

    21. August 2013 at 14:20
  • Kai Phoebe

    schlechter Artikel!!!! Da fehlen diverse Sachen, es wird viel zu früh auf Medikamente hingewiesen. Die Irrigation fehlt ganz. Ich berate da gerne 😉

    21. August 2013 at 15:57

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