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Bekannter Philosoph: Liebe ist quatsch, und Frauen verlieben sich fast immer in die falschen Kerle (statt in Behinderte)

Richard David Precht auf der Veranstaltung „Aus der Geschichte lernen - Die Kölner Friedensverpflichtung leben“ im Gürzenich

Richard David Precht hält nicht viel von der schönsten Sache der Welt. Die ROLLINGPLANET-Philosophen nicken mit dem Kopf und sagen: Dummerweise könnte er ja Recht haben.

„Biologisch betrachtet ist Liebe Unsinn“, sagt der bekannte Philosoph und Bestseller-Autor Richard David Precht. In einem Interview mit dem Frauenmagazin „Für Sie“ erklärt er seine besondere Theorie. Demzufolge ist die Liebe zwischen Mann und Frau ein „Unfall der Evolution“, ein „Abfallprodukt der Elternliebe“.

„Zwei Zutaten, die nicht vereinbar sind“

Genau das ist laut dem in Solingen geborenen Philosoph der Grund, warum Frauen sich so häufig in die falschen Kerle verlieben. „Wir suchen in der Liebe zwei Zutaten, die eigentlich nicht miteinander vereinbar sind. Vertrauen und Geborgenheit auf der einen Seite, Aufregung auf der anderen Seite.“

Das führe fast immer zu Schwierigkeiten: „Das Problem ist, dass wir mit der Idee der romantischen Liebe einen Partner suchen, der beides vereint. Das ist aber nicht möglich und führt deshalb fast zwangsläufig zu einer Enttäuschung. Kurz gesagt bedeutet das: Mit den Menschen, bei denen Sie sich am geborgensten fühlen, wollen Sie nicht ins Bett; und die, die Sie am meisten erregen, halten Sie auf Dauer nicht aus.“

Unsere ganz eigenen Schlüsse

Nun weiß ROLLINGPLANET auch, warum es zum Beispiel behinderte Männer schwieriger haben, eine heiße Blondine zu ergattern. Das hat der 47-Jährige natürlich nicht gesagt. Aber er ist der Ansicht, dass aus biologischer Sicht Frauen sich eigentlich auf die Jagd nach besonders fitten, starken und gesunden Männern machen müssten, um besonders fitte, starke und gesunde Kinder zu bekommen. „Aber diese Machos sind nur gut als Samenspender. Als Vater sind sie nicht geeignet. Da ist der nette Typ mit niedrigem Testosteronspiegel besser. Nur der ist als Erzeuger nicht so optimal. Das ist das Dilemma.“

Precht ist seit Mai 2011 Honorarprofessor für Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg. Dort lehrt er in den Fächern Geschichte und Philosophie. Er hat mehrere Bücher geschrieben, sowohl Belletristik als auch Sachliteratur. 2009 erschien „Liebe – Ein unordentliches Gefühl“, das von März bis Dezember 2009 auf der „Spiegel“-Bestsellerliste war.

Foto: Wikipedia/Raymond – Raimond Spekking.

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1 Kommentar

  • Andreas

    ich finde euer portal echt interessant. ich bin selber seit 16 jahren rollstuhlfahrer

    4. Juli 2013 at 12:42

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