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Bennys Jahrhundertwurf: USC München gewinnt gegen den Deutschen Meister Lahn-Dill

Interview nach gewonnenem Spiel: Spielertrainer Benny Ryklin

In einem sensationellen Spiel gewinnt der USC München am 20.11.2011 gegen den amtierenden Deutschen Meister RSV Lahn-Dill mit 67:57 (35:30) in Wetzlar vor gut 1.000 Zuschauern.

Im Vorfeld der Partie wurden die Hessen nicht müde, auf die besondere Bedeutung dieser Partie hinzuweisen: Ihr erklärtes Ziel war es, den USC München von der Spitze der ewigen Bundesligatabelle abzulösen. Aber es kam für den Meister anders als erwartet. Nach 932 Tagen wurde Lahn-Dill erstmals wieder in eigener Halle geschlagen.

Die Münchner Mannschaft um Spielertrainer Benny Ryklin und Cotrainer Markus Haberkorn zeigte an diesem Sonntag von Beginn an Herz und Siegeswillen und bot in allen Belangen hervorragende Leistungen. Allein vier Münchner Spieler konnten zweistellig punkten (Ben Döring 21, Sebastian Magenheim 17, Benny Ryklin 14, Matthias Wastian 13), und drei Münchner Spieler sicherten sich zehn und mehr Rebounds (Ben Döring 13, Benny Ryklin 12, Sebastian Magenheim 10).

Kamera verpasst den Jahrhundertwurf

Wenn schon den Hessen an diesem denkwürdigen Sonntag keine statistische Bestleistung gelang, so konnte Benny Ryklin mit einem „Jahrhundertwurf“ eine absolute Bestmarke setzen. Zwei Sekunden vor Ende des dritten Viertels, München lag mit 49:43 in Führung, schnappte sich Benny in der eigenen Zone den Ball und schleuderte ihn gut 20 Meter weit auf den gegnerischen Korb. Der Ball tuschierte fast die Hallendecke, bevor er sich auf den Korb des RSV senkte und dann vom Brett direkt im Netz des Gegners zum 52:43 Viertelende landete. Leider wurde dieser Superwurf von den Kameras in der Halle nicht aufgenommen, denn sie waren schon auf die Spielstandsanzeige gerichtet zum vermeintlichen Viertelende.

Im letzen Viertel ließen sich die Münchner den Vorsprung nicht mehr nehmen und gewannen ver-dient mit 67:57 gegen eine konsternierte Lahn-Diller Mannschaft, die zwar ohne ihren Kapitän Joey Johnson und Steve Serio angetreten waren (beide waren mit ihren Nationalmannschaftsteams in Mittelamerika bei einem Qualifikationsturnier für die Paralympics 2012), aber mit vier aktuellen deutschen Nationalmannschaftsspielern und dem Amerikaner Michael Paye sicherlich immer noch top besetzt waren.

Mit dem Sieg in Wetzlar darf sich der USC München mit dem Titel „Weltpokalsiegerbesieger“ schmücken und festigte seine Position in der Bundesligatabelle zum Ende der Hinrunde nach den beiden weiteren Siegen gegen die Köln 99ers und die Jena Caputs am vergangenen Wochenende auf Platz drei und somit auf einem Play-off-Platz der Tabelle.

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