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Bericht über behinderte Mamas: Journalistin Katrin Kuntz ausgezeichnet

Medienpreis der Stiftung für das behinderte Kind zum dritten Mal vergeben.

Dr. Georg Ralle von der Stiftung für das behinderte Kind überreicht den Medienpreis 2013 an die Journalistin Katrin Kuntz (Foto: Stephanie Ralle-Zentgraf/Stiftung für das behinderte Kind)

Dr. Georg Ralle von der Stiftung für das behinderte Kind überreicht den Medienpreis 2013 an die Journalistin Katrin Kuntz (Foto: Stephanie Ralle-Zentgraf/Stiftung für das behinderte Kind)

„Es ist immer noch ein Tabu: Das Bedürfnis körperlich behinderter Menschen nach Sexualität. Noch schwerer haben es behinderte Frauen, die sich ein Kind wünschen. Manche können nicht auf die Unterstützung ihrer Familien zählen, andere finden keinen Frauenarzt, der sie während der Schwangerschaft betreut. Und ist der Nachwuchs erst einmal da, geht der Ärger mit den Behörden los.“

So beginnt der Artikel von Katrin Kuntz über behinderte Frauen mit Kinderwunsch, für den sie den Medienpreis „Prävention in der Schwangerschaft“ erhalten hat. Zum dritten Mal hat die Stiftung für das behinderte Kind am 6. Juni 2013 ihre Auszeichnung im Rahmen des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit im ICC Berlin verliehen. Schwerpunktthema war diesmal „Schwangerschaft bei chronischen Erkrankungen“.

„Wir haben den Beitrag von Frau Kuntz ausgewählt, weil er nicht nur exzellent recherchiert ist, sondern auch eine gelungene Mischung aus persönlicher Geschichte von Betroffenen und ihrem Umfeld auf der einen Seite und einem klaren Hinweis auf die Verpflichtung der Ärzte auf der anderen Seite darstellt. Damit wird nicht nur eine (Rand-)Gruppe angesprochen, sondern jeder wird aufgefordert, sich kritische Fragen zu diesem Thema zu stellen“, so Prof. Dr. Joachim W. Dudenhausen, Vorstandsvorsitzender der Stiftung für das behinderte Kind.

Von der „SZ“ zum „Spiegel“

Katrin Kuntz ist Journalistin und lebt in Hamburg. Nach ihrem Studium der Französischen und Spanischen Philologie an den Universitäten Saarbrücken und Mainz absolvierte sie die Deutsche Journalistenschule in München. Es folgten Praktika bei der „Süddeutschen Zeitung“ und beim „Spiegel“, wo sie ab Juli 2013 als Redakteurin im Ressort Gesellschaft arbeiten wird. Ihr von der Stiftung ausgezeichneter Beitrag „Trotzdem Mama“ erschien am 5. März 2012 in der SZ.

Auch im nächsten Jahr werde die Stiftung für das behinderte Kind wieder einen Medienpreis ausschreiben, mit dem sie hochwertige, informative und breitenwirksame Medienarbeit unterstützt und fördert, heißt es in einer Mitteilung. Dabei geht es in erster Linie um die Vermeidung, die frühzeitige Erkennung und Verminderung möglicher gesundheitlicher Schäden des ungeborenen Kindes (und der Mutter) in der Schwangerschaft. Das Schwerpunktthema des nächsten Preises wird sich dem Thema „Nicht-invasive vorgeburtliche Diagnostik – Chancen und ethische Implikationen“ widmen.

Süddeutsche Zeitung: „Trotzdem Mama“ von Katrin Kuntz

(ots)

Kultur & Medien
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