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Berlin: Begleitservice für Behinderte wird vorübergehend eingestellt

Erst mal müssen jetzt neue Billigkräfte rekrutiert und geschult werden, bevor es im Herbst weitergehen soll.

Begleitservice in Berlin (Foto: IWN)

Der Begleitservice für Behinderte und Senioren des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) wird nächste Woche ab Mittwoch (27. Juni) bis zum Herbst eingestellt. Die Begleitungen müssten vorerst ausgesetzt werden, weil die bisherigen Beschäftigungsmaßnahmen des Bundes ausliefen, sagte VBB-Sprecherin Brigitta Köttel heute.

Bis zum Herbst sollen ihren Angaben zufolge 100 Stellen neu besetzt werden. Derzeit seien noch rund 30 Mitarbeiter im Einsatz, deren Verträge Ende Juni enden. Ob sie sich wieder auf die neuen Stellen bewerben können, werde derzeit in Rücksprache mit den Jobcentern geprüft, berichtete die Sprecherin. VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz verspricht, dass der Dienst im Herbst fortgesetzt wird.

40 bis 50 Einsätze pro Tag

Der Begleitservice wird seit 2008 angeboten. Er kann zum Beispiel von Rollstuhlfahrern, älteren Menschen sowie Geh- und Sehbehinderten in Anspruch genommen werden. Er ist sehr beliebt: Mehr als 40.000 Begleitungen wurden seit Einführung des Dienstes im Jahr 2008 gezählt, derzeit sind es 40 bis 50 pro Tag.

Finanziert wurde der Begleitservice bislang hauptsächlich durch den vom rot-roten Vorgänger-Senat ins Leben gerufenen öffentlich geförderten Beschäftigungssektor (ÖBS). Die ÖBS-Mitarbeiter erhielten ein Entgelt von monatlich 1.300 Euro. Das ist Rot-Schwarz zu teuer.

(dapd/RP)

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