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Berlin unterzeichnet Charta zur Betreuung Schwerstkranker

Eine gemeinsame Initiative der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands und der Bundesärztekammer.

Sozialsenator Mario Czaja (Foto: CDU)

Sozialsenator Mario Czaja (Foto: CDU)

Da ist Mario Czaja (CDU), mit 37 Jahren jüngste Senator der rot-schwarzen Berliner Landesregierung, vor einigen Wochen zum ersten Mal Vater geworden, und heute muss er sich ums Thema Sterben kümmern. Das nennt man wohl Politikerschicksal. Ach so, bevor es zu unser eigentlich eher nicht so fröhlichen Nachricht kommt: Eine Tochter ist es geworden, Pauline heißt sie.

Berlin will die Versorgung schwerstkranker Menschen weiter verbessern und stärker vernetzen: Sozialsenator Mario Czaja (CDU), Ärztekammer-Präsident Günther Jonitz und Diakonievorstand Martin Matz unterzeichneten dazu am Donnerstag die „Charta zu Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“. Im St.Elisabeth-Stift in Prenzlauer Berg machten sie sich ein Bild vom Leben in einem Pflegewohnheim. Einen finanziellen Rahmen für den Versorgungsausbau steckt die Charta nicht.

Unnötige Krankenhauseinweisungen vermeiden

„Wir müssen beispielsweise die palliative Kompetenz in den vollstationären Pflegeheimen weiter stärken, um die Zahl der unnötigen Krankenhauseinweisungen, besonders am Lebensende, deutlich zu reduzieren“, sagte Czaja. Auch Jonitz betonte, wie wichtig es sei, palliativmedizinische Strukturen flächendeckend auszubauen. „Sterben gehört zum Leben dazu. Diese Erkenntnis in die breite Gesellschaft zu tragen, dazu soll die heutige Unterzeichnung beitragen“, sagte Diakonie-Vorstand Matz.

Aus- und Weiterbildung sowie Aufklärung vorantreiben

Die Charta ist eine gemeinsame Initiative der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands und der Bundesärztekammer: Durch die Selbstverpflichtung der Unterzeicher soll sie helfen, die Versorgung Schwerstkranker zu verbessern, Aus- und Weiterbildung in Sachen Hospiz- und Palliativpflege sowie auch die gesellschaftliche Diskussion um das Thema Sterben voranzutreiben. Seit ihrer Verabschiedung 2010 haben 620 Institutionen und rund 2700 Menschen unterschrieben.

(RP/dpa/bb)

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