Bewerber müssen Diabetes im Vorstellungsgespräch nicht erwähnen

Im Zweifelsfall ist sogar eine Lüge erlaubt, um den Job zu bekommen.

Wenn Sie mit Diabetes leben, müssen Sie es in de Regel nicht sagen – auch wenn der künftige Chef Sie genauer unter die Lupe nimmt. (Foto: Shutterstock)

Wenn Sie mit Diabetes leben, müssen Sie es in de Regel nicht sagen – auch wenn der künftige Chef Sie genauer unter die Lupe nimmt. (Foto: Shutterstock)

Bewerber müssen im Vorstellungsgespräch nicht von sich aus darauf hinweisen, dass sie Diabetes haben. „Der Arbeitgeber darf sich in der Regel auch nicht nach einer Zuckererkrankung erkundigen“, sagt Oliver Ebert. Er ist Experte für das Thema bei der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Fragen nach dieser Erkrankung müssten in der Regel nicht beantwortet werden. Stellt der Arbeitgeber diese Frage trotzdem, dürften Arbeitnehmer im Zweifel sogar lügen, wenn sie befürchten, den Job sonst nicht zu bekommen.

Etwas anderes kann nur gelten, wenn jemand durch seine Tätigkeit andere oder sich selbst gefährden kann – etwa als Feuerwehrmann. Hier sei es sinnvoll, vorab mit dem eigenen Arzt zu besprechen, ob dieser die Ausübung des Jobs trotz Diabetes für möglich hält, erklärt der Experte. In der Regel werde das der Fall sein. Ist dem ausnahmsweise aber nicht so, sei es besser, die Erkrankung im Bewerbungsgespräch zu thematisieren.

(dpa/tmn)

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