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Billige Ausrede im Edelweiss-Skandal: Swiss beharrt immer noch auf „Missverständnisse“

CEO Karl Kistler: Ob da ein Edelweiss-Lächeln genügt?

CEO Karl Kistler: Ob da ein Edelweiss-Lächeln genügt?

Nachdem die Swiss-Tochter Edelweiss eine behinderte Frau schikanierte und beinahe nicht an Bord gelassen hätte, will das Unternehmen immer noch keine Fehler eingestehen.

ROLLINGPLANET berichtete: Edelscheiß statt Edelweiss: Swiss schikaniert behinderte Frau

Gegenüber ROLLINGPLANET erklärte Swiss, dass Karl Kistler, Chef der Tochterfirma Edelweiss Air, Frau Rojas gestern persönlich kontaktiert habe. Er habe sich bei Frau Rojas entschuldigt und sein ausdrückliches Bedauern ausgesprochen.

Fehler will man aber nach wie vor nicht einräumen: „Im Umgang mit Frau Rojas ist es zu großen Missverständnissen gekommen.“ Außerdem betont man, „dass die Airline bereits heute großen Wert darauf legt, körperlich beeinträchtigten Passagieren die Reise so angenehm wie möglich zu gestalten. Der Umgang mit Menschen mit Behinderungen ist Bestandteil bei der Ausbildung des Personals.“

Da scheint etwas mit der Ausbildung nicht geklappt zu haben: Angenehmes Reisen sieht für ROLLINGPLANET anders aus als im Falle der 45-jährigen Lorena Rojas, die wegen MS im Rollstuhl sitzt und der ein Mitarbeiter den Rückflug verweigern wollte – indem er ihr Epilepsie unterstellte. Eine Flughafen-Angestellte hatte anschließend vor Rojas Augen das Flugticket zerrissen. Auf Nachfrage von ROLLINGPLANET weicht Swiss aus: „Ob der Vorfall auch personelle Konsequenzen haben wird, ist noch nicht klar.“

Bei Edelweiss Air werde man den Vorfall nun „detailliert abklären lassen“ (ROLLINGPLANET meint: vielleicht sollte man das gefälligst selbst machen?) und auch zum Anlass nehmen, die internen Abläufe zu verbessern.

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