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Bionische Hightech-Prothesen für einen in Afghanistan verwundeten Soldaten

Prothesen: bionische Hitech-Prothesen erfolgreich (Foto: ottobock.de)

Prothesen: bionische Hitech-Prothesen erfolgreich (Foto: ottobock.de)

Große Fortschritte von Chirurgie und Technik in den vergangenen Jahren haben zu Erfolgen im Bereich bionischer Hightech-Prothesen geführt. Jetzt interessiert sich sogar das britische Verteidigungsministerium für die Technologie.

(pte) – Die MedUni Wien und das AKH Wien wollen jetzt mit dem neu in Betrieb genommenen Christian-Doppler-Labor sowie dem Partnerunternehmen Otto Bock Healthcare Products GmbH ihre Top-Position für die Versorgung mit bionischen Hightech-Prothesen weiter ausbauen.

Christian-Doppler-Labor führend

Chirurgen können heute durch bionische Rekonstruktion die Anatomie von Patienten so verändern, dass mechatronische Vorrichtungen die verlorene Funktion der Gliedermaßen optimal ersetzen. Der Ruf von Oskar Aszmann, Laborleiter des Christian-Doppler-Labors, und seinem Team ist mittlerweile sogar bis zum britischen Verteidigungsministerium durchgedrungen.

Am 24. Januar wurde ein britischer Soldat, der im Afghanistan-Einsatz seinen rechten Arm verloren hatte, an der MedUni im AKH Wien in einer sechsstündigen Operation für eine bionische Armprothese vorbereitet. „Die Herausforderung war, dass wir alle Nerven am Stumpf herauslösen und an funktionstüchtige, neuromuskuläre Einheiten des Rumpfes anschließen mussten. Damit schufen wir die Möglichkeit, dass der Patient seinen Arm neurobiologisch am Rumpf wieder findet“, erklärt Aszmann.

Training mit virtueller Hand am Computer

Auch Hautnerven aus dem Halsnervengeflecht werden so verlagert, dass die Betroffenen beispielsweise ihre Hand bald im Bereich der Schulter spüren. Nach einer solchen Operation trainieren die Patienten mit einer virtuellen Hand am Computer, um ein Gefühl für die Prothese zu bekommen.

„Weitere Forschungsprojekte werden zu einem intensiven Schub sowohl in der technologischen Entwicklung als auch in der klinischen Anwendung führen. Die Anwendung selektiver Nerventransfers in Verbindung mit modernen Myoprothesen stellt dieses Konzept exemplarisch dar und ist eine solide Basis für neue Entwicklungen in der Extremitätenrehabilitation“, erklärt Aszmann.

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