Blinde in Sachsen sollen monatlich 17 Euro mehr bekommen

6.289 Menschen können ab Januar 2016 mit einer moderaten Erhöhung rechnen – in anderen Bundesländern gibt es immer noch mehr Geld.

Sozialministerin Barbara Klepsch (Foto: dpa)

Sozialministerin Barbara Klepsch (Foto: dpa)

Blinde Menschen in Sachsen sollen ab Januar 2017 mehr finanzielle Unterstützung bekommen. Das Kabinett hat am Dienstag eine moderate Erhöhung des Landesblindengeldes um 17 Euro auf 350 Euro monatlich beschlossen. „Ein blinder Mensch ist gegenüber anderen besonders benachteiligt, und das wird durch das Landesblindengeld zumindest ein Stück weit gelindert“, sagte Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) in Dresden. Über die Änderung muss noch der Landtag befinden.

Die Kosten des Blindengeldes tragen das Land und der Kommunale Sozialverband je zur Hälfte. 2016 stehen 22,3 Millionen Euro im Landeshaushalt zur Verfügung.

2015 erhielten 6.289 Bürger Blindengeld. Trotz der Erhöhung wird Sachsen neben Brandenburg und Bremen eines der Bundesländer mit dem geringsten Blindengeld bleiben. Durchschnittlich zahlen die alten Bundesländer 441 Euro.

(RP/dpa)

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