Blindenführhundhalter übergeben Forderungen an Bundestagsvizepräsident

Keine verbindlichen und transparenten Mindeststandards: Probleme bei der Ausbildung und dem Einsatz von Führhunden.

Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (Foto: dpa)

Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (Foto: dpa)

Im Oktober 1916 übergab der Deutsche Verein für Sanitätshunde den ersten systematisch ausgebildeten Blindenführhund an den Kriegsblinden Paul Feyen (ROLLINGPLANET berichtete: 100 Jahre Blindenführhunde in Deutschland – wie alles begann). Ein Jahrhundert später möchte der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) auf aktuelle Probleme bei der Ausbildung und dem Einsatz von Führhunden hinweisen.

Deshalb haben zehn Führhundhalter eine Resolution mit den wichtigsten Forderungen des Verbandes an den Bundestagsvizepräsidenten Johannes Singhammer überreicht. Die Übergabe fand in Anwesenheit der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Verena Bentele, sowie der behindertenpolitischen Sprecher der Fraktionen vor dem Reichstagsgebäude statt.

In der Resolution wird unter anderem thematisiert, dass es keine verbindlichen und transparenten Mindeststandards für die Ausbildung von Führhunden gibt. Der Verband fordert zudem eine Ergänzung der Behindertengleichstellungsgesetze, damit der Zugang zu öffentlichen Einrichtungen nicht wegen eines Führhundes versagt werden kann.

(RP/PM)

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