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„Blinder Scheich“ Omar Abderrahman stirbt in US-Gefängnis

Er war spiritueller Führer islamischer Militanter, die für Anschläge und Morde in den 1990er Jahren in Ägypten verantwortlich gemacht wird.

Omar Abaderrahman (Archivbild 1995: Polfoto)

Omar Abaderrahman (Archivbild 1995: Polfoto)

Der wegen Terrorkomplotten in den USA inhaftierte Scheich Omar Abderrahman ist am Samstag nach Behördenangaben in einem Gefängniskrankenhaus in North Carolina gestorben. Der seit seiner Kindheit blinde und daher auch als „blinder Scheich“ bekannte ägyptische Geistliche war spiritueller Führer islamischer Militanter – so einer Gruppe, die für eine Serie von Anschlägen und Morden in den 1990er Jahren in Ägypten verantwortlich gemacht wird.

1990 floh Abderrahman in die USA und lehrte in einer Moschee in New Jersey. Nach dem Bombenanschlag auf das World Trade Center im Februar 1993 wurde er festgenommen und wegen Plänen zur Verübung einer Serie von Terrorattacken in New York verurteilt. Seitdem saß er im Gefängnis, aber wirkte weiter inspirierend auf radikale Muslime. Nach Angaben der US-Gefängnisbehörde war er seit Längerem herz- und zuckerkrank und starb im Alter von 78 Jahren im Krankenhaus der Haftanstalt Butner.

Abderrahman war 1996 wegen mehrerer versuchter Attentate in den USA und als Drahtzieher des ersten Anschlags auf das World Trade Center in New York 1993 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Bei dem Anschlag auf das Welthandelszentrum starben damals zwei Menschen, rund 1000 wurden verletzt.

(dpa)

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