Bolivien: Menschen mit Behinderung kämpfen für ihre Rechte – 4 Tote

Um auf ihre Situation aufmerksam zu machen, ziehen derzeit über 100 Rollstuhlfahrer und andere Behinderte 370 Kilometer quer durch das Land.

Beschwerliche Demotour nach La Paz.

Beschwerliche Demotour nach La Paz.

Schon seit einer Zeit protestieren im südamerikanischen Bolivien Menschen mit Behinderung auf unkonventionelle Art und Weise für ihre Rechte. So ließen sich vor einem Monat Aktivisten mit ihren Rollstühlen stundenlang unter einer Brücke in Cochabamba aufhängen, um gegen die niedrigen staatlichen Hilfsleistungen zu protestieren (ROLLINGPLANET berichtete).

Die Aktivisten setzen ihren Kampf nun fort. Um auf ihre Situation aufmerksam zu machen, ziehen derzeit über 100 Rollstuhlfahrer und andere Behinderte 370 Kilometer quer durch Bolivien. Ziel ist der Regierungssitz La Paz. Sie fordern eine Verdopplung ihrer monatlichen staatlichen Unterstützung von umgerechnet derzeit 33 Euro.

Der Marsch ist beschwerlich. Vier Mitstreiter seien auf dem Weg schon gestorben, sagte einer der Teilnehmer. Immerhin gibt es einen ersten Erfolg: „Wir durchbrechen Barrieren. Die Leute sehen uns nun als Menschen, vorher haben sie uns nur als Tiere gesehen.“

(RP)

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