Brandenburg will Frauen in Behinderteneinrichtungen besser vor Gewalt schützen

Sozialministerium stellt 80.000 Euro zur Verfügung, um Frauenbeauftragte zu schulen.

Sozialministerin Diana Golze  will mehr Frauenbeauftragte in Werkstätten für Menschen mit Behinderung (Foto: Die Linke)

Sozialministerin Diana Golze will mehr Frauenbeauftragte in Werkstätten für Menschen mit Behinderung (Foto: Die Linke)

Das Land will die Rechte von Frauen in Werkstätten für Menschen mit Behinderung und Wohneinrichtungen in Brandenburg stärker unterstützen. Dazu wird vom Frühjahr 2017 an die Ausbildung von Mitarbeitern in den Einrichtungen zu Frauenbeauftragten finanziell gefördert, wie das Sozialministerium am Mittwoch in Potsdam ankündigte.

Für drei Jahre stünden insgesamt 80.000 Euro zur Verfügung. Ausbildungsteams in Oranienburg (Oberhavel) und Michendorf (Potsdam-Mittelmark) unterrichten demnach die künftigen Frauenbeauftragten in Schulungsblöcken. Das Ministerium übernehme die Ausbildungskosten.

Sozialministerin Diana Golze (Linke) sagte: „Frauenbeauftragte in Werkstätten sind ein ganz wichtiges Instrument, um die Mitspracherechte von Frauen zu stärken und den Schutz vor Gewalt zu verbessern.“ Der Landesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel betonte: „Frauen mit Behinderungen sind immer noch wesentlich häufiger Opfer von Missachtung und Gewalt als Frauen ohne Behinderungen.“ Nach Ministeriumsangaben gibt es in Brandenburg 28 Behindertenwerkstätten mit rund 11.500 Mitarbeitern.

(dpa)

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