Brandenburg will Landespflegegeld um 30 Prozent erhöhen

3400 Menschen mit Behinderung sollen zum 1. Januar 2016 mehr Leistungen erhalten.

Landesbehindertenbeauftragter Jürgen Dusel zeigte sich zufrieden (Foto: Land Brandenburg)

Landesbehindertenbeauftragter Jürgen Dusel zeigte sich zufrieden (Foto: Land Brandenburg)

Schwerbehinderte, blinde und gehörlose Menschen sollen in Brandenburg künftig mehr finanzielle Hilfe bekommen. Das Kabinett habe am Dienstag einer Erhöhung des Landespflegegeldes in zwei Schritten um insgesamt 30 Prozent zugestimmt, teilte die Staatskanzlei am Dienstag in Potsdam mit. Danach werden die Leistungen zum 1. Januar 2016 um 20 Prozent und zwei Jahre später um weitere 10 Prozent erhöht. Schwerbehinderte erhielten dann monatlich bis zu 192,40 Euro statt bisher 148 Euro, Blinde 345,80 Euro (266 Euro) und Gehörlose 106,60 Euro (82 Euro).

Der Landesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel nannte die geplante Erhöhung einen Schritt in die richtige Richtung. „Es gibt deutlichen Handlungsbedarf, nicht nur weil Brandenburg bei den Zahlungen im Vergleich der Bundesländer weit hinten liegt.“ Auch Menschen mit Behinderungen wollten ihr Leben selbst gestalten. „Leider werden Menschen mit Behinderungen im Alltag noch viel zu oft eher als Bittsteller denn als gleichberechtigte Bürgerinnen und Bürger wahrgenommen.“

Nach Angaben der Staatskanzlei erhalten in Brandenburg rund 3400 Menschen Landespflegegeld. Der Landtag muss der Erhöhung noch zustimmen.

(dpa/bb)

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