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Bremen: Wo sind die Spielräume für Inklusion?

Alles nur ein Spiel? Hoffentlich doch nicht. Am 15. Februar hält die Universität Bremen ihren 2. Fachtag zu diesem Thema ab.

Unfreiwillige Komik: Wenn man auf der Seite der Uni Bremen Informationen zu dem Fachtag „Spielräume für Inklusion“ nachschauen will, sieht man sich erst einmal mit diesem (zugegebenermaßen) hübschen Foto einer Campus-Treppe aus der Vogelperspektive konfrontiert.

Spielräume für Inklusion lautet das Thema. Inklusion ist ein vielgenannter Fachbegriff. In der öffentlichen Debatte wird damit häufig verkürzt das gemeinsame Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung benannt. Aus fachlicher Sicht meint Inklusion den gewinnbringenden Umgang mit Verschiedenheiten wie Geschlecht, Befähigung, Alter etc., verbunden mit der Aufnahme aller Kinder in allgemeinbildenden Kitas und Schulen.

Für pädagogische Fachkräfte bedeutet die aktuelle Entwicklung in Schulen und Kitas hin zu Inklusion eine neue Herausforderung – und so lässt sich wohl auch das große Interesse am Fachtag „Inklusion in Kita und Schule“ erklären, der am Freitag, dem 15. Februar bereits zum zweiten Mal in der Universität Bremen stattfindet. Das Programm geht von 9 bis 17 Uhr. Die Veranstaltungen finden im Hörsaalgebäude („Keksdose“) und im Sonderverfügungsgebäude (SFG) statt.

Rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Bildung und Wissenschaft werden darüber diskutieren, was Inklusion für das konkrete Handeln in der Praxis bedeutet. Den Hauptvortrag hält Professorin Annedore Prengel von der Universität Potsdam zum Thema „Inklusive Pädagogik in der unvollendbaren Demokratie“. Weitere Rednerinnen sind Petra Wagner und Annika Sulzer von der Fachstelle KINDERWELTEN für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung, Berlin.

Inklusion als Teil der Demokratie

Zu den wichtigsten Ressourcen für die Entwicklung inklusiver Praxis in Kita und Schule gehört die Teilhabe und Teilnahme an demokratischen Kulturen, Strukturen und Praktiken. Die Herausforderung an die pädagogischen Fachkräfte lautet also: Wie können die eigenen Gestaltungsspielräume für Inklusion genutzt und ausgebaut werden? In Fachgesprächen zwischen den Expertinnen und Experten aus Praxis und Wissenschaft sind die Teilnehmer eingeladen sich auszutauschen und gemeinsam aktuelle Fragen zu diskutieren. Der Fachtag richtet sich gleichermaßen an pädagogische Fachkräfte, Lehrerkräfte sowie Interessensvertreter aus Kitas und Schulen.

Veranstalter ist das Arbeitsgebiet Inklusive Pädagogik unter der Verantwortung von Professorin Simone Seitz im Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften der Universität Bremen in Kooperation mit dem LIS (Landesinstitut für Schule), der Serviceagentur Ganztägig Lernen, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, dem Landesverband Evangelische Kindertageseinrichtungen sowie KITA Bremen.

Weitere Informationen zum Fachtag: Uni Bremen

(PM)

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