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Bund und Länder wollen Inklusion gemeinsam gestalten

Drei Minister eröffneten die erste „Nationale Konferenz zur inklusiven Bildung“ und waren dann schnell wieder weg.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) spricht  bei der nationalen Konferenz des Bundesbildungsministeriums zum Thema Inklusion. (Foto: Ole Spata/dpa)

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) spricht bei der nationalen Konferenz des Bundesbildungsministeriums zum Thema Inklusion. (Foto: Ole Spata/dpa)

Bund und Länder sehen sich bei der Einführung der Inklusion – des gemeinsamen Unterrichts von Behinderten und Nichtbehinderten – zusammen in der Verantwortung. Dies betonten die Bundesministerinnen Ursula von der Leyen (Arbeit/CDU), Johanna Wanka (Bildung/CDU) und der Präsident der Kultusministerkonferenz, Stephan Dorgerloh (Sachsen-Anhalt/SPD) am Montag in Berlin.

Die drei Minister eröffneten eine erste „Nationale Konferenz zur inklusiven Bildung“ (ROLLINGPLANET berichtete: Nationale Konferenz zur inklusiven Bildung: Bravo, man spricht wieder ÜBER uns) und waren dann schnell wieder weg.

Die anwesende Julia Probst (gehörlose Bundestagskandidatin der Piraten) via Twitter: „Bildungsministerin Wanka und Arbeitsministerin Frau von der Leyen verließen den Raum, als die Filme angekündigt wurden. AHA! Das sagt schon sehr viel aus, wenn zwei Ministerinnen den Raum verlassen, wenn ein Film dokumentiert, wie das mit der Inklusion ist.“

Schleppende Umsetzung der UN-Konvention

Da waren sie noch da: Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (l) und Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (beide CDU) (Foto: Ole Spata/dpa)

Da waren sie noch da: Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (l) und Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (beide CDU) (Foto: Ole Spata/dpa)

Die Bundesrepublik hatte 2009 die UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen ratifiziert. Darin verpflichtet sich auch Deutschland, ein integratives Bildungssystem auf allen Ebenen zu gewährleisten. Behindertenverbände beklagen allerdings seit Jahren die schleppende Umsetzung der Konvention, vor allem in den Schulen.

Von der Leyen sagte, sie wünsche sich, dass mehr schwerbehinderte Jugendliche eine betriebliche Ausbildung aufnehmen könnten. Wanka kündigte an, die Forschungsförderung in diesem Bereich weiter auszubauen. Dorgerloh verwies darauf, dass der Anteil des gemeinsamen Unterrichts in den vergangenen Jahren gewachsen sei. Dennoch seien weitere Anstrengungen nötig. Dazu gehörten auch gut ausgebildete Lehrer.

(dpa)

Inklusion
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