Bundesagentur für Arbeit mit „Aktionswoche für Menschen mit Behinderung“

Vom 30. November bis 4. Dezember soll das Thema berufliche Inklusion stärker in das Bewusstsein der Gesellschaft rücken.

Raimund Backer, Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit (Foto: B. Pedersen/dpa)

Raimund Backer, Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit (Foto: B. Pedersen/dpa)

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) führt vom 30. November bis 4. Dezember die „Aktionswoche für Menschen mit Behinderung“ durch. Raimund Backer, Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit, erklärt dazu:

„Wir müssen die Integration behinderter Menschen in unsere Arbeitswelt mehr und mehr als Selbstverständlichkeit betrachten. Dabei setzen unsere Agenturen für Arbeit und Jobcenter auf fundierte Beratung durch besonders geschulte Fachkräfte. Diese beraten Personalentscheider und unterstützen sie dabei, wie zum Beispiel Arbeitsplätze an die Bedürfnisse dieser Menschen angepasst werden können, unterstützen den Betrieb bei der Organisation und zeigen letztlich finanzielle Fördermöglichkeiten auf.“

Auf diesem Weg konnte angeblich schon viel erreicht werden: So habe sich die Beschäftigungssituation in den zurückliegenden acht Jahren wesentlich verbessert. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg laut BA von etwa 800.000 im Jahr 2007 auf aktuell knapp 990.000 (+ 23,8 Prozent). Daneben habe sich auch die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen positiv entwickelt. Im Oktober dieses Jahres waren insgesamt 175.000 Schwerbehinderte arbeitslos gemeldet. Dies sind rund 4.000 oder 2,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Dies sei ein erfreulicher Wert, so die BA. Erstmals seit 2007 sei für diese Gruppe einen Gesamtrückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen.

Fachkräftesicherung und UN-BRK

„Wir alle haben nicht nur die Verpflichtung, an einer inklusiven Gesellschaft mitzuwirken, sondern sollten auch die Potentiale dieser überwiegend gut qualifizierten Menschen zur Fachkräftesicherung nutzen. Wir als BA – mit einer Schwerbehindertenquote von knapp 10 Prozent – wissen, dass diese Männer und Frauen eine Bereicherung für das Unternehmen darstellen. Diese Erfahrung ist für mich Bestätigung und Anlass, immer wieder dafür zu werben, dass unsere Arbeitswelt diese Menschen braucht“, so Backer.

Die BA engagiert sich eigenen Aussagen zufolge „weit über die Aktionswoche hinaus mit zahlreichen Initiativen und Maßnahmen, um die Inklusion in Deutschland voranzutreiben. Damit unterstützt die BA den Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.“

(RP/dpa)

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2 Kommentare

  • Manfred Schwarz

    Wann gibt’s mal fitte Aktionswochen für Erwerbsunfähige, hm? Es betrifft alle Altersgruppen.

    28. November 2015 at 17:03
  • Soeren Surmann

    blaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa und das ist es, was passiert!!!

    28. November 2015 at 20:38

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