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Bundesinstitut entdeckt unerwartet viele krebserregende Schadstoffe im Tee

Ab fünf Teebeuteln pro Tag kann es gefährlich werden.

Zu viel Tee? (Foto: birgitH/pixelio.de)

Zu viel Tee? (Foto: birgitH/pixelio.de)

Bald scheint man gar nichts mehr essen und trinken zu dürfen. Brav haben wir bisher unseren Earl Grey geschlürft, werden uns aber wohl bald gemeinsam mit den Cola-Opfern unter die Friedhofsblumen legen müssen. So hatten wir uns das Ende von ROLLINGPLANET nicht vorgestellt.

Denn einige Tees enthalten nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) krebserregende Stoffe. Vor allem Kinder und Stillende sollten deshalb vorsichtshalber nicht ausschließlich Tee trinken, mahnte das Institut am Montag in Berlin.

Nach ersten Ergebnissen einer nicht repräsentativen Studie des BfR stecken in mehreren Produkten größere Mengen sogenannter Pyrrolizidinalkaloide. Diese Stoffe kommen weltweit in vielen Pflanzen vor, die sie zum Schutz vor Fraßfeinden bilden. Die Pflanzeninhaltsstoffe können zu Leberschädigungen und Krebs führen.

Für die Studie wurden 221 Stichproben handelsüblicher Tees aus deutschen Märkten untersucht, darunter Babyfencheltee, Fencheltee, Kamillentee, Kräutertee, Pfefferminztee, Brennnesseltee und Melissentee.

Bei normalem Teekonsum kein Gesundheitsrisiko

„Wir haben in einigen Proben unerwartet hohe Gehalte an Pyrrolizidinalkaloiden in den Kräutertee- und Teeproben gemessen“, sagte BfR-Präsident Professor Andreas Hensel. Die bisher gewonnenen Daten müssen nach BfR-Angaben noch bestätigt werden.

Es sei nicht klar, ob es sich möglicherweise um Zufallsfunde oder Verunreinigungen der Tees handele, da die Werte bei den einzelnen Proben teilweise erheblich voneinander abwichen.

Immerhin, nachdem uns die Behörde furchtbar erschrocken hat, gibt es auch gleich wieder Entwarnung: Kurzfristig besteht nach BfR-Angaben selbst bei Tees mit hohem Pyrrolizidinalkaloid-Gehalt kein Gesundheitsrisiko. Allerdings sei es gefährlich, über längere Zeiträume „überdurchschnittlich hohe Mengen“ von den belasteten Tees zu trinken. Für einen Erwachsenen sind das laut BfR mindestens fünf Teebeutel pro Tag.

(dpa)

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1 Kommentar

  • Ulrich Ahrendt

    klingt nach Bildzeitung, ist aber schon lustig. Tod durch Tee!

    15. Juli 2013 at 16:59

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