""

Bundespräsident Joachim Gauck wird Schirmherr der Blindenfußball-Bundesliga

Archivfoto: Der Bundespräsident

Das Staatsoberhaupt wird Schirmherr der Blindenfußball-Bundesliga. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund am Donnerstagmittag mit.

Der Blindenfußball zeige, zu welchen außerordentlichen Leistungen Menschen mit Behinderungen im Stande seien. Der Sport trage so zu mehr gegenseitigem Verständnis bei, sagte Gauck laut Verbandsmitteilung des DFB. „Blindenfußball ist eine faszinierende Spielart des Breiten- und Spitzensports Fußball. Der Kampf um den rasselnden Ball schafft Gemeinsamkeit und leistet so einen wichtigen Beitrag für unser Zusammenleben“.

Gauck führt damit die durch seinen Amtsvorgänger übernommene Schirmherrschaft bis ins Jahr 2013 fort.

Die Bundesliga, die seit Jahr 2008 in einem Kooperationsprojekt der Sepp-Herberger-Stiftung, dem Deutschen Behindertensportverband e.V. sowie dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. ausgetragen wird, zählt im Jahr 2012 auch zu den 365 ausgewählten Orten im Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen“.

Die neue Saison der Blindenfußball-Bundesliga war am vergangenen Wochenende gestartet. ROLLINGPLANET berichtete: Die Bundesliga startet – wie funktioniert Blindenfußball?

Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

1 Kommentar

  • Helge Blankenstein

    So, so. Herr Dr. Gauck will den Blindenfußball unterstützen. Er will auch Ehrenbürger der Hansestadt Rostock werden. Leider hat dieser Mensch außer Floskeln keine Ahnung von der Welt der Menschen mit Behinderungen. Vor Wochen hatte ich Herrn Dr. Gauck gefragte, ob er die Ehrenbürgerwürde ablehnen würde, da die Rechte von Menschen mit Behinderungen gerade in Rostock, durch die Verwaltung massiv unterdrückt werden. Daneben auch für alle anderen Bürger. Beispielsweise wird ein Gebäude mit den Worten „… komplett Barrierefrei“ eröffnet. In Wahrheit ist das Gebäude eine Komplettbarriere. Das Ortsamt „Mitte“ wurde vor einigen Wochen eröffnet. Rollstuhlnutzer kommen nicht hinein. Das Tourismusbüro wurde eingeweiht. Der Tresen schließt Kleinwüchsige und Rollstuhlnutzer komplett aus. Der neue Bahnhof in Warnemünde sowie die Ausgleichsleistung ist eine Verhöhnung von Menschen mit motorischen Einschränkungen. Schlimmer sind die Situationen für sinnesbehinderte Menschen aus.
    Daher hatte ich den Bundespräsidenten gefragt, ob er sich wirklich die Ehrenbürgerbürde der Hansestadt Rostock zumuten möchte. Wie bekannt wurde freut er sich darauf sogar. Daher meine Bedenken bei der Schirmherrschaft des Blindenfußballs. Zunächst sollte er sich im Klaren sein, was er wirklich möchte. Nur das eigene Ego befriedigen ist zu billig. Inwieweit ist es opportun, sich als Ehrenbürger einer Stadt auszeichnen zu lassen, in der Menschenrechte besonders diejenigen Rechte von Menschen mit Behinderungen, mit Füßen getreten werden, und der Schirmherrschaft des Blindenfußballs. Kann man einen Mann ernst nehmen, dessen Interessen bedeuten, sich voreilig vor den Karren das Blindenfußballs zu setzen und auf der anderen Seite Ehrenbürger einer Stadt zu werden, in den Behindertenrechte so gut wie nicht gelten? Sollte der Blindenfußballverband besser nochmals darüber nachdenken?
    Helge Joachim Blankenstein

    19. April 2012 at 21:32

KOMMENTAR SCHREIBEN