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Bundesratsinitiative für Menschen mit Assistenztieren gestartet

Niedersachsen will derzeitige Praxis in drei Punkten verbessern, u.a.: Krankenkassen sollen die Kosten nicht nur für Blindenführhunde übernehmen.

Die Berlinerin Silke Rauterberg mit ihrem Blindenführhund. (Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa)

Die Berlinerin Silke Rauterberg mit ihrem Blindenführhund. (Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa)

Die niedersächsische Landesregierung will sich für eine bessere Unterstützung von Menschen einsetzen, die auf Hunde als Helfer angewiesen sind. Zu den sogenannten Assistenzhunden gehören etwa Blindenführhunde, Diabetikerwarnhunde und Vierbeiner als Einkaufshilfe. Das rot-grüne Kabinett beschloss am Dienstag eine entsprechende Bundesratsinitiative, wie ein Sprecher der Staatskanzlei in Hannover mitteilte. Vor allem drei Verbesserungen sollen erreicht werden:

  • Die Kosten für Assistenzhunde sollen zukünftig umfassend von den Krankenkassen getragen werden. Gegenwärtig zahlen die Kassen nur für Blindenführhunde. Alle anderen Menschen, die die Hilfe von Hunden im Alltag benötigen, bleiben dagegen auf den zum Teil hohen finanziellen Belastungen sitzen.
  • Außerdem soll der Bund die rechtlichen Voraussetzungen dafür schaffen, dass Assistenzhunde im Schwerbehindertenausweis eingetragen werden können. Ohne eine solche Eintragung fehlt den Betroffenen häufig die Legitimation für den Zugang zu öffentlichen Gebäuden, Lebensmittelgeschäften oder Arztpraxen.
  • Schließlich wird der Bund aufgefordert, die Anforderungen für Assistenzhunde bundeseinheitlich zu regeln. Es muss klar sein, wann ein Hund besondere Funktionen im Sinne der Inklusion wahrnimmt und wann nicht.

Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) sagte zu der beschlossenen Bundesratsinitiative: „Inklusion bedeutet, Menschen mit Behinderungen die volle und wirksame Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.“

(RP/PM/dpa/lni)

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