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„Bundesteilhabegesetz bedroht erfolgreiches Inklusionsmodell in Rheinland-Pfalz“

Netzwerk sammelt Unterschriften, damit die Rahmen- und Finanzierungsbedingungen für das „Budget für Arbeit“ beibehalten werden.

Willi Jäger, Vorsitzender des Sozialverbands VdK Rheinland-Pfalz. (Foto: VdK)

Willi Jäger, Vorsitzender des Sozialverbands VdK Rheinland-Pfalz. (Foto: VdK)

„Wir wollen keinen Rückschritt bei der Inklusion von Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz! Deshalb sammeln wir Unterschriften, damit die Landesregierung die bisherigen Finanzierungsbedingungen beim ,Budget für Arbeit‘ beibehält und nicht das schlechtere Bundesmodell übernimmt“, sagt Willi Jäger, Vorsitzender des Sozialverbands VdK Rheinland-Pfalz.

Das rheinland-pfälzische „Budget für Arbeit“ ist seit Jahren ein Erfolgsmodell, deshalb soll es im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes bundesweit übernommen werden – allerdings zu schlechteren finanziellen Bedingungen.

„Dies würde die Chancen für Menschen mit Behinderung am ersten Arbeitsmarkt wieder deutlich verschlechtern“,

warnt Jäger. Denn in Rheinland-Pfalz wurden bisher die Lohnkosten des Arbeitgebers mit bis zu 70 Prozent des Arbeitgeber-Bruttos vom Land bezuschusst. Beim Bundesmodell werden nur bis zu 75 Prozent des Arbeitnehmer-Bruttos als Lohnkostenzuschuss übernommen. Somit wird der Arbeitgeberanteil zu Sozial- und anderen Pflichtversicherungen aus der Bezuschussung rausgerechnet.

Unterschriftensammlung gestartet

„Das bedeutet, wenn ein Arbeitgeber einen Menschen mit Behinderung zu einem Arbeitgeber-Brutto von 1320 Euro einstellt, dann würden für ihn künftig rund 100 Euro des Zuschusses wegfallen“, rechnet Jäger die Nachteil der Bundesregelung vor. „Die höheren Lohnkosten verringern natürlich den Anreiz für Arbeitgeber, Menschen mit Behinderung eine Chance zu geben.“

Das „Netzwerk Gleichstellung und Selbstbestimmung in Rheinland-Pfalz“ – in dem auch der VdK Mitglied ist – sammelt bis 31. Oktober Unterschriften, damit die rheinland-pfälzischen Rahmen- und Finanzierungsbedingungen beibehalten werden.

(PM)

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