Caritas zieht sechs Monate nach dem Beben erste Hilfsbilanz

Nepal: Vor allem Kinder sowie arme, alte und behinderte Menschen in den abgelegenen Bergregionen betroffen.

Nach dem Erdbeben: Weite Teile von Nepal waren verwüstet (Foto: dpa)

Nach dem Erdbeben: Weite Teile von Nepal waren verwüstet (Foto: dpa)

Ein halbes Jahr nachdem das Erdbeben vom 25. April weite Teile von Nepal zerstört hat, zieht Caritas international eine erste Bilanz der Hilfe. Danach sind von Caritasverbänden aus aller Welt mehr als 230.000 Betroffene in ganz Nepal mit überlebenswichtigen Hilfsgütern wie Nahrungsmitteln und Zeltplanen erreicht worden. Die Spendenbereitschaft für die Erdbebenhilfe war außergewöhnlich hoch. Allein bei Caritas international, dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, gingen 10,3 Millionen Euro ein.

Dank lokaler Partner und kirchlicher Sozialeinrichtungen in Nepal konnten die lebensrettenden Maßnahmen der Caritas sofort nach dem Beben eingeleitet werden. „Unser Hauptaugenmerk galt denen, die der Katastrophe besonders schutzlos ausgeliefert waren“, erklärt Oliver Müller, Leiter von Caritas international. Dazu zählen vor allem Kinder sowie arme, alte und behinderte Menschen in den abgelegenen Bergregionen.

Mehr als 8.700 Menschen starben

Nach dem Ende des Monsun haben die Vorbereitungen für den anstehenden Winter aktuell höchste Priorität. Unter anderem wird mit dem Bau von rund 1500 erdbebensicheren Häusern in der Region Sindhupalchok begonnen. Dabei wird stark auf die Eigenleistung der betroffenen Bevölkerung gesetzt, die von der Planung der Häuser bis zur Mithilfe während der Bauphase so weit wie möglich in den Wiederaufbau mit einbezogen wird.

„Die Menschen wollen ihr Leben schnell wieder in die eigenen Hände nehmen. Dabei wollen wir sie so gut wie möglich unterstützen“, so Oliver Müller. Da zwischen Ende des Monsun im August und Winterbeginn im November nur wenige Monate für den Wiederaufbau zur Verfügung stehen, werden als Übergangshilfe Öfen, warme Kleidung, Decken und Heizmaterial verteilt werden.

Bei dem Erdbeben vom 25. April sowie dem Nachbeben vom 13. Mai waren mehr als 8.700 Menschen ums Leben gekommen. Zehntausende wurden verletzt, zwei Millionen Familien haben ihre Häuser und Wohnungen verloren.

(RP/PM)

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