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Champions League: Zweite Garde von Lahn-Dill überzeugt gegen Toulouse

Rollstuhlbasketball: Im Halbfinale wartet nun Lottomatica Elecom Rom auf den RSV Lahn-Dill.


(aj) Im letzten Vorrundenspiel der Champions League Endrunde in Istanbul hat der RSV Lahn-Dill am Samstag auch sein drittes Spiel gewonnen. Nachdem der Deutscher Meister sich bereits vorzeitig für das Halbfinale qualifiziert hatte – durch Siege gegen den spanischen Meister Madrid und zum Auftakt gegen Santa Lucia – hatte das Duell gegen Toulouse IC nur noch statistische Bedeutung. Am Vormittag bezwang man den Gegner sicher mit 64:35 (15:10/33:18/49:19). Dabei nutzte Head Coach Nicolai Zeltinger die Partie gegen die bislang sieglosen Franzosen ausgiebig, um seinem Stammpersonal vor dem Halbfinale am Abend gegen Lottomatica Elecom Rom eine notwendige Verschnaufpause zu gönnen.

Und die zum Teil erstmals am Bosporus eingesetzten Akteure erledigten ihre Aufgabe nach wenigen Minuten der Eingewöhnung souverän. Zunächst verkürzten zwar die Südfranzosen auf 18:21 (14.) durch ihren besten Spieler Jerome Courneil, doch nach einer notwendigen Auszeit explodierte der RSV mit einem 12:0-Lauf förmlich. Höhepunkt dabei ein sehenswertes Zusammenspiel ausgehend von Gesche Schünemann, das der Japaner Wataru Horie mit wunderbaren Auge an Thomas Böhme weiterleitete, der so mühelos zum 27:18 (17.) verwandeln konnte.

Kräfte sparen für das Halbfinale

Auch nach dem 33:18 zur Halbzeitpause setzte sich dieser Trend nahtlos fort: „Unsere zweite Fünf hat nach einer kurzen Orientierungsphase Gegner und Spiel souverän beherrscht, so dass ich vielen Spielern eine wichtige Pause für das Halbfinale geben konnte“, so Trainer Nicolai Zeltinger überaus zufrieden mit dem Auftritt seiner Truppe. Über 49:19 (30.) schraubten dabei vor allem die beiden Nationalspieler Jan Haller und Gesche Schünemann das Ergebnis bis auf 61:27 (37.) nach oben.

Der Erfolg über Toulouse war zugleich das 80. Pflichtspiel des RSV Lahn-Dill auf internationaler Bühne, von denen der viermalige Champions League Sieger bisher 64 Partien gewinnen konnte. Im Halbfinale trifft der RSV Lahn-Dill nun auf Lottomatica Elecom Rom, das sein letztes Vorrundenspiel gegen Gastgeber und Topfavorit Galatasaray Istanbul wegschenkte, um wie die Mittelhessen Kraft für das Semifinale zu sparen.

Für die Rollis aus Wetzlar, die mit einem Erfolg zum dritten Mal in Serie in das Endspiel um die europäische Krone einziehen würden, ist das Duell mit den Römern der fünfte Vergleich in der Europapokalgeschichte. Bisher gewann beide Teams je zwei der vier Aufeinandertreffen.

Toulouse: Mohamed El-Haddef (14), Jerome Courneil (10), David Herpres (5), Florian Loiseau (4), Bertrand Libman (2), Damien Aguinet, Jean-Pascal Laffont, Junior Otenga (n.e.), Manuel Vaisioa (n.e.).

Lahn-Dill: Jan Haller (16), Gesche Schünemann (15/1 Dreier), Michael Paye (8), Thomas Böhme (7), Steve Serio (5), Thomas Gundert (4), Joey Johnson (4), Wataru Horie (3), Marco Zwerger (2), Dirk Köhler, Mina Mojtahedi.

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